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Korea steckt über 550 Milliarden in Chips: Wenn alle nach Gold graben, verdient der, der Schaufeln verkauft

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Korea steckt über 550 Milliarden in Chips: Wenn alle nach Gold graben, verdient der, der Schaufeln verkauft

Während die Welt über künstliche Intelligenz als Software redet, hat Südkorea gerade alle daran erinnert, dass all das auf etwas weit Physischerem ruht - dem Speicher. Samsung und SK Hynix, die zwei größten Hersteller von Speicherchips der Welt, kündigten Investitionen an, die zusammen 550 Milliarden Dollar übersteigen, um das zu lindern, was die Industrie „RAMageddon" nennt.

Der Begriff ist kein Marketing. Es geht um einen weltweiten Mangel an Speicherchips, ausgelöst durch das Wettrennen um den Aufbau von KI-Infrastruktur. Jedes neue Rechenzentrum, jedes neue Modell verlangt riesige Mengen Speicher - und die Nachfrage hat die Kapazitäten plötzlich überholt. Genau dieser Mangel ist der Grund, warum Mac und iPad kürzlich teurer wurden; wenn der Hunger nach Chips wächst, zahlt die Rechnung der Verbraucher am Ende der Kette.

Die Zahlen sind selbst für diese Branche enorm. Samsung kündigt einen Plan von über 2.600 Billionen Won (rund 1,7 Billionen Dollar) für das kommende Jahrzehnt an, während die SK Group einen Fahrplan von 2.100 Billionen Won vorlegt. Speziell für Chips fließen rund 518 Milliarden Dollar in vier neue Speicherfabriken und weitere 356 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren bis 2035. Präsident Lee Jae-myung nannte 2026 das Jahr, in dem das Land zu einer „unverzichtbaren" Industriemacht wird.

Hinter den grandiosen Zahlen steckt eine nüchterne Rechnung. Korea sieht, dass die wahre Macht im KI-Zeitalter nicht bei jenen liegen wird, die die Modelle schreiben, sondern bei jenen, die die Chips herstellen, ohne die kein Modell läuft. Während Washington und Peking um die Software kämpfen, positioniert sich Seoul still als die Fabrik, an der man nicht vorbeikommt. Es ist eine alte Balkanweisheit im neuen Gewand - wenn alle nach Gold graben, verdient am meisten der, der die Schaufeln verkauft.