Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Wenn Elon Musk etwas Grandioses ankündigt, folgt meist eine Welle der Begeisterung - diesmal kommen stattdessen die Fragen. Die Idee von Rechenzentren im Orbit, die angeblich den Hunger nach Rechenleistung stillen sollen, der die gesamte künstliche Intelligenz plagt, stieß dort auf Skepsis, wo man es am wenigsten erwarten würde - bei den Leuten, die selbst Milliarden in dieselbe Branche stecken.
Der lauteste unter den Skeptikern ist Masayoshi Son, CEO von SoftBank, dem Fonds, der gewaltige Summen in KI-Infrastruktur auf der Erde steckt. „Was soll der Sinn von Rechenzentren im Weltraum sein?", fragt Son offen. Ihm zufolge wird der Bau solcher Anlagen im Orbit „die Kosten nicht stark senken" und zu lange dauern. Sein Punkt ist einfach: „Im Kampf um die KI sind die nächsten paar Jahre weit wichtiger als das, was vielleicht in einem Jahrzehnt geschieht."
Son ist nicht allein. Auch Sam Altman von OpenAI hat Musks Zeitrahmen infrage gestellt. Das Argument ist technisch, doch die Logik ist allen klar - das Problem mit der Rechenleistung besteht jetzt, und eine Lösung, die erst in zehn Jahren fertig ist, hilft heute niemandem. Und selbst wenn sie gelänge, wären die Kosten enorm.
Natürlich lohnt es sich zu fragen, wer was von dieser Skepsis hat. SoftBank ist tief in Rechenzentren auf der Erde investiert - jede Lösung aus dem Weltraum bedroht dieses Modell direkt. Das heißt nicht, dass Son irrt, aber es heißt, dass auch seine Kritik nicht aus reiner Sorge um die Zukunft der Technologie kommt. In dieser Branche haben sowohl Lob als auch Kritik meist ein Interesse dahinter. Die Frage für den gewöhnlichen Nutzer bleibt dieselbe - wenn so viel Geld in orbitale Träume fließt, wer zahlt am Ende die Stromrechnung, die diese Maschinen verschlingen?
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