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100 Millionen Euro Schaden: Villen einiger Tycoons blockieren die Autobahn Prilep-Bitola

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Die Autobahn Prilep-Bitola steckt fest - nicht wegen schlechtem Gelände, nicht wegen Geldmangel, sondern wegen rund zehn Grundstückseigentümern mit illegal gebauten Villen und Pools bei Oreoec, die den Zugang zu dem benötigten Steinbruch verweigern. Das behauptet Vize-Premierminister und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski, und der Schaden für den Staatshaushalt wächst mit jedem verlorenen Tag.

Die Situation ist einfacher, als sie aussieht: Für den Autobahnbau braucht man Stein. Für Stein braucht man Steinbruchzugang. Die Eigentümer illegaler Bauten in der Nähe blockieren diesen Zugang. Ergebnis: Der Staat muss Materialien von privaten Steinbrüchen zu höheren Preisen mit teuren Transportkosten kaufen. Nikoloskis Schätzung beziffert den möglichen Schaden auf 100 Millionen Euro.

"Wir haben nur ein Hindernis. Es handelt sich um rund zehn Eigentümer von illegal gebauten Villen und Anwesen mit Pools im Prilepper Raum", erklärte Nikoloski. Hinter der Blockade stehen laut ihm möglicherweise "unklare Agenden" - geschäftliche, politische oder eine Kombination.

Die naheliegende Frage: Warum stehen die illegalen Bauten noch? Wenn sie illegal sind, ist das Abrissverfahren klar. Wenn der Staat Milliarden in Infrastruktur investieren kann, kann er nicht auch grundlegende Kontrollen durchsetzen? Oder wissen diese "Tycoons", dass ihre Anwesen unangreifbarer sind als eine Autobahntrasse?

Während die Antworten warten, wartet auch die Autobahn - und mit ihr die Reisenden, die Frachtbranche und die Wirtschaft der gesamten Region.