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170 Tote, 16 Sekunden Video: Die US-Armee tötet im Pazifik ohne Gericht und ohne Fragen

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Das US-Militär hat ein Schiff im östlichen Pazifik beschossen und zwei Menschen getötet. Die offizielle Stellungnahme war kurz und selbstsicher: Narkoterroristen, bekannte Schmuggelrouten, keine Verletzten bei unserem Personal. Das begleitende Videomaterial: 16 Sekunden Wärmebildaufnahme, beschriftet UNCLASSIFIED.

Dies ist kein Einzelfall. Seit letztem September haben amerikanische Einheiten mit Genehmigung der Trump-Regierung mehrere solche Angriffe im östlichen Pazifik durchgeführt - mit insgesamt über 170 Todesopfern. Die Zahl steigt still an, ohne größere Aufmerksamkeit in westlichen Medien.

Human Rights Watch und Amnesty International haben bereits Rechtsfragen aufgeworfen: Sind solche Operationen rechtmäßig? Die American Civil Liberties Union wies die Regierungsbehauptungen über Narkoterrorismus als unbegründete Behauptungen, die Angst verbreiten, zurück.

Der Mechanismus ist einfach und wirklich beunruhigend: Jemand in der Befehlskette entscheidet, dass das Schiff Drogen transportiert. Kein Gericht, kein Durchsuchungsbefehl, keine Verifikation vor der Öffentlichkeit. Zwei Tote, sechzehn Sekunden Video, eine Pressemitteilung. Fertig.

Waren diese Menschen wirklich Schmuggler? Möglicherweise. Rechtfertigt das außergerichtliche Tötungen? Das ist die Frage, auf die Washington noch immer keine klare Antwort gegeben hat - während die Totenzahl weiter steigt.