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Apples neue Siri läuft auf Google: das Unternehmen, das Unabhängigkeit verkaufte, hat mit dem Konkurrenten unterschrieben

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Apples neue Siri läuft auf Google: das Unternehmen, das Unabhängigkeit verkaufte, hat mit dem Konkurrenten unterschrieben

Apple zeigt der Öffentlichkeit heute, wie seine „künstliche Intelligenz“ aussieht - und die größte Nachricht ist genau das, was Apple nicht laut sagen will: Die neue Siri wird auf Googles Technologie laufen. Konkret auf dem Gemini-Modell. Das Unternehmen, das seine Software jahrelang als geschlossen, eigen und unabhängig verkaufte, baut sein wichtigstes KI-Produkt nun gestützt auf einen fremden Motor.

Die erneuerte Siri wird laut den Ankündigungen endlich können, was ChatGPT und Claude schon seit einiger Zeit tun - Gespräch mit Kontext, mehrstufige Aufgaben, tiefe Integration in Apps. Erwartet wird auch eine eigenständige Siri-App, die direkt mit ebendiesen konkurriert, mit der Option, Gespräche automatisch nach 30 Tagen, einem Jahr oder nie zu löschen.

Der Rest ist ein Katalog von KI-Funktionen, die Apple verspätet hinzufügt: „visuelle Intelligenz“ in der Kamera (erneut gestützt auf Googles Bildersuche), Bearbeiten von Fotos per einfacher Sprache, automatisches Entfernen von Objekten aus Bildern, KI-Agenten im App Store, die für dich einen Tisch reservieren oder ein Dokument bearbeiten. Apple Wallet bekommt das Teilen von Rechnungen und digitale Pässe.

Die Frage, die bei solchen Präsentationen kaum jemand laut stellt: Wenn dein größtes Verkaufsargument jahrelang war, dass du alles selbst baust und anderen die Nutzerdaten nicht anvertraust - was bedeutet es, wenn du einen Vertrag mit Google unterschreibst, ausgerechnet damit es deinen Sprachassistenten antreibt? Der Nutzer bekommt eine bessere Siri. Aber bekommt er eine privatere Siri oder nur eine hübscher verpackte Google-Präsenz in seinem Telefon?