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Fünf Anforderungen an eine Arbeitstasche, und keine davon verlangt 650 Euro: Was die Moderedakteurinnen sagten

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Fünf Anforderungen an eine Arbeitstasche, und keine davon verlangt 650 Euro: Was die Moderedakteurinnen sagten

Eine Moderedakteurin tat etwas, das in ihrem Beruf selten vorkommt: Statt eine Tasche zu empfehlen, fragte sie ihre Kolleginnen, was sie eigentlich von einer verlangen. Ergebnis ist eine Liste ohne jede Verbindung zu Trends und mit voller Verbindung dazu, wie ein Arbeitstag aussieht.

Erstens: wie viel hineingeht

Eine von ihnen liefert die Liste ungefiltert - hinein müssen Laptop, Kalender, Sportsachen für nach der Arbeit, Kosmetiktäschchen und Lunchbox. Eine andere will das Gegenteil, mittlere Größe, gerade damit kein leerer Raum gefüllt wird. Beide haben recht, aber für verschiedene Leben. Einig sind sich alle bei den Fächern: mindestens eine Reißverschlusstasche für die Wertsachen, damit man nicht ein Telefon zwischen Schlüsseln sucht, die ihm die Rückseite zerkratzen.

Zweitens: Reißverschluss oder Knopf

Hier streiten die Redakteurinnen. „Meine perfekte Tasche ist ein Shopper ohne Reißverschluss, nur mit einem Knopf, weil ich sie so vollstopfe, dass sie ohnehin nicht zugeht“, sagt die eine. Die andere ist kategorisch: „Der Reißverschluss ist Pflicht. Ich bin eine Katastrophe, und ohne ihn fallen mir die Sachen heraus.“ Manche Modelle haben beides, was eine Lösung nach dem Motto ist: Wir wollen uns nicht entscheiden.

Drittens: Material und Farbe, die nicht aufgeben

Leder oder Nylon. Dunkle Farbe, und zwar nicht wegen der Eleganz, sondern wegen der Rechnung - eine helle Tasche, die täglich an dunkler Kleidung reibt, zeigt dir bald, warum sie teuer war. Empfohlen werden Bordeaux, Waldgrün und Schokoladenbraun, weil sie Sommer wie Winter vertragen.

Viertens und fünftens: hält die Form, hält auf der Schulter

Eine Tasche, die zum Sack zusammensackt, sobald man sie auf den Boden stellt, wirkt nicht professionell, egal was sie gekostet hat. Und die Henkel müssen das Tragen auf der Schulter oder quer über dem Körper aushalten, ohne zu rutschen. Das ist alles.

Die Liste der empfohlenen Modelle reicht von 135 Euro für eine Longchamp Le Pliage aus Nylon über 149 für Charles & Keith bis 650 für eine Demellier aus Leder. Dazwischen liegen welche für 269 und 315 Euro. Liest man die Anforderungsliste, fällt etwas Interessantes auf - keine der fünf Anforderungen verlangt 650 Euro. Alle fünf erfüllt auch die Tasche für 135.

Das ist gewöhnlich der Punkt, an dem die Modeindustrie mit dem Erklären aufhört. Sie gibt dir eine funktionale Liste und zeigt dir dann einen Preis, der die Liste nicht berührt. Die Differenz zahlst du für etwas anderes - und das ist völlig legitim, es sollte nur bei seinem Namen genannt werden.