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Arktischer Schock: Kältewelle kommt auf den Balkan mit Frost, der Weinberge vernichten kann

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Eine kalte arktische Welle setzt sich unerwartet Richtung Balkan in Bewegung. Die Temperaturen werden 10-15 Grad unter den saisonalen Durchschnitt fallen - just als Winzer glaubten, der Frühling sei gesichert. Weinberge und Obstgärten befinden sich in vollem Wachstum, mit offenen Blättern und reifen Knospen - und jetzt kommt der Frost.

Der meteorologische Dienst "Severe Weather Europe" beschreibt das Ereignis in seltenen Worten: Eine Omega-Blockade über dem Nordatlantik und Grönland leitet arktische Luftmassen direkt nach Europa um. Der La-Niña-Effekt im Pazifik verstärkt den Zyklon. Ergebnis: Osteuropa unter Eis, Westeuropa unter Sonne. Der Balkan liegt genau an der Grenze zwischen beiden.

Donnerstag-, Freitag- und Samstagmorgen werden kritisch sein. Temperaturen in höheren Lagen werden unter null fallen. Auf Weinbergen in Mazedonien, Serbien, Bulgarien - Agronomen wissen, was Frost für blühende Pflanzen bedeutet: Der Schaden kann "erheblich, sogar katastrophal" sein, schreiben die Meteorologen.

Solch ein Mai-Frost ist äußerst selten und kommt in normalen Klimamodellen nicht vor. Wenn Landwirte in den nächsten 48 Stunden keine Schutzmaßnahmen ergreifen - Abdeckungen, Frostschutzberegnung - könnte die heurige Ernte erheblich geringer ausfallen.