Schüsse auf einer Feier in Dobridol - die Polizei rückte erst aus, als das Video viral ging
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23.04.2026
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12.04.2026
Der kroatische Europaabgeordnete Stiven Nikola Bartulica erhob die Stimme in Straßburg - diesmal gegen eine Ausstellung über das Konzentrationslager Jasenovac im Europäischen Parlament und gegen die Anwesenheit einer Delegation der Volksversammlung der Republika Srpska.
Im sozialen Netzwerk X äußerte Bartulica seinen Zorn öffentlich: "Das Eindringen des sogenannten Konzepts 'serbische Welt' in die EU-Institutionen ist skandalös." Noch skandalöser, ihm zufolge - die Anwesenheit von Nenad Stevandic im Europäischen Parlament. Bartulica beschuldigte Stevandic einer "militärischen Rolle in den neunziger Jahren", unter Hinweis auf "ernste Anschuldigungen und Zeugnisse über Verfolgung von Kroaten und Muslimen".
Der Punkt Bartulicas war nicht Jasenovac - er benutzte es als Thema. Der Punkt war: solche Leute dürfen nicht in europäischen Räumen sein. "Solche Personen sollten nicht an Veranstaltungen teilnehmen, die sich auf sensible historische Themen wie Jasenovac beziehen", fügte er hinzu.
Stevandic antwortete mit einer kurzen und sauberen Formel: "Ich war nie verdächtigt oder angeklagt für die Schaffung der Republika Srpska, die die antifaschistische Tradition bewahrt. Die Verleumdungen, die du verbreitest, werde ich vor Gericht widerlegen und Schadensersatz erhalten. Indem du die Wahrheit über Antinazismus und Faschismus bekämpfst - hast du die Seite gewählt."
Auf dem Balkan werden solche Austausche auf mehreren Ebenen gelesen. Auf der ersten - rein politische Abrechnung in Brüssel zwischen der kroatischen und der serbischen Lobbylinie. Auf der zweiten - eine Wiederholung des alten Balkan-Modells, in dem Geschichte nicht Archiv, sondern Waffe für aktuelle Rechnungen ist. Jasenovac auf der einen Seite, Antifaschismus auf der anderen, und wir alle in der Mitte - leben mit denselben Wunden, mit unterschiedlichen Kopfschmerzen.
Die Frage, die Straßburg nicht beantwortet: Ist das Europäische Parlament Raum für Versöhnung, oder nur eine neue Bühne für die Verlängerung alter Streitigkeiten in besser geschneiderten Kostümen?
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