Skip to content

Karposh vergibt Stipendien von 3.000 und 3.500 Denar monatlich, doch ein Einserschüler, der zugleich Landesmeister ist, muss sich für eines entscheiden

1 Min. Lesezeit
Teilen
Karposh vergibt Stipendien von 3.000 und 3.500 Denar monatlich, doch ein Einserschüler, der zugleich Landesmeister ist, muss sich für eines entscheiden

Die Gemeinde Karposh hat zwei Stipendienausschreibungen für das Schuljahr 2026/2027 veröffentlicht - eine für begabte Schüler, eine für junge Sportler. Beide gelten für die achte und neunte Klasse, beide laufen acht Monate und beide haben dieselbe Spanne: 3.000 oder 3.500 Denar monatlich.

Bewerbungen werden vom 1. bis 21. September angenommen, in der Nikola-Rusinski-Straße 11 in Skopje.

Wie man auf 3.500 kommt

Beim Bildungsstipendium gilt ein Punktesystem. Ein Schüler mit 12 bis 21 Punkten erhält 3.000 Denar monatlich. Ein Schüler mit 22 oder mehr Punkten erhält 3.500. Punkte bringen erste, zweite oder dritte Plätze beziehungsweise Preise bei Wettbewerben akkreditierter Organisationen in Wissenschaft, Literatur, Technik, Kultur und Kunst. Internationale Erfolge zählen am meisten.

Beim Sportstipendium ist das Kriterium härter. Den Höchstbetrag von 3.500 Denar erhalten Schüler, die bei einer offiziellen Landesmeisterschaft den ersten Platz belegt haben, Landesrekordhalter sind oder eine Auszeichnung wie bester Spieler oder bester Torschütze erhalten haben - und dabei Nationalspieler mit mindestens einem Einsatz sind. Der zweite Platz bei einer Landesmeisterschaft bringt 3.000 Denar.

Die Wohnsitzbedingung ist in beiden Fällen verpflichtend - das Stipendium erhalten nur Schüler mit Wohnsitz in Karposh.

Ein Kind, ein Stipendium

Die wichtigste Bestimmung der Ausschreibung ist die Beschränkung. Ein Schüler, der die Bedingungen sowohl für das Bildungs- als auch für das Sportstipendium erfüllt, darf nur eines davon in Anspruch nehmen. Wer zuvor eine einmalige finanzielle Unterstützung der Gemeinde im Bereich Sport erhalten hat, kann sich nicht bewerben.

Die Logik ist haushaltsbedingt und nachvollziehbar - das Geld wird auf mehr Kinder verteilt, statt sich bei einem zu bündeln.

In der Praxis heißt das aber, dass ein Kind, das Einserschüler und zugleich Landesmeister in seiner Sportart ist, wählen muss, in welcher Richtung es seinen Erfolg anmeldet. Die Gemeinde erkennt beides an, zahlt aber nur für die Hälfte.

Acht Monate, nicht zwölf

Auch die Dauer ist bemerkenswert. Das Stipendium wird acht Monate gezahlt, was dem Schuljahr entspricht, nicht dem Kalenderjahr. Der Höchstbetrag im Jahr liegt bei 28.000 Denar.

Das ist keine Summe, die die Lage einer Familie verändert. Aber für einen Achtklässler, der täglich trainiert und zu Wettkämpfen fährt, entscheidet der Unterschied zwischen null und 3.500 Denar im Monat darüber, ob sich der Sport selbst trägt oder die Familie ihn vollständig schultert.

Die Ausschreibung läuft bis zum 21. September. Benötigt werden eine Wohnsitzbescheinigung, eine Schulbescheinigung, das Zeugnis des Vorjahres, Kopien der Urkunden und die Einwilligung zur Datenverarbeitung. Für das Sportstipendium zusätzlich ein Lebenslauf, eine Bestätigung des Vereins, ein Sportausweis und Unterlagen des nationalen Verbands.