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Braun verdrängt Schwarz vom Hochzeitscode: die Nuance nach Hauttyp ist der neue Standard für Gäste

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Die Dekade war karg, die Farbe war graues Büro und traurige Outfits. Jetzt kehrt Braun als erste Wahl für Hochzeitsgäste zurück - und nicht auf jeder Hochzeit, sondern auf den hochkarätigen, die Pinterest, Instagram und Lifestyle-Magazine als kleine politische Ereignisse analysieren.

Die Farbexpertin María Moreta sagt: „Braun verleiht eine Differenzierung gegenüber Schwarz, das viele Jahrzehnte dominant war." Übersetzung: Gäste sind es leid, auf den offiziellen Fotos wie Krähen auszusehen. Und Schwarz steht nicht jedem - aber Braun, in der richtigen Nuance, passt sich nahezu jedem Hautton an.

Der alte Einwand gegen Braun war, dass es die Haut „austrocknet" und die Augenringe betont. Das stimmt teilweise, aber nur bei falscher Nuance. Die heutige Farbmetrie löst das über die Unterkategorisierung nach saisonalem Typ. Frauen mit „Herbst"- und „Frühlings"-Hauttyp sollten zu Schokoladenbraun, gebrannt, Café Tostado oder Kamel/Beige greifen. „Sommer"- und „Winter"-Typen funktionieren besser mit Taupe (grau-braun) - aber am besten im unteren Teil des Outfits oder als Accessoire, nicht als Hauptaussage.

Vielleicht das Interessanteste an diesem Trend ist, dass er nicht von den Designern angetrieben wird. Sie sahen das Ende von Schwarz seit einigen Jahren kommen, wollten sich aber nicht rühren, weil Schwarz einfach ist. Es verkauft sich, nichts kann schiefgehen. Braun fordert mehr Arbeit - schwerer zu treffen, schwerer zu branden. Aber wenn der Konsument etwas anderes ausprobiert, muss die Industrie folgen.

Für die Balkangästin ist das eine gute Nachricht. Braun passt zu Goldschmuck, zu Stücken aus den alten Sammlungen der Großmütter und zu Hochzeitslocations im Freien (was fast jede Hochzeit in unseren Gegenden ist). Es sieht sofort teurer aus, als es ist, und birgt nicht das Risiko, dass man auf einen „Jahrmarkt" wirkt. Frage ist, ob die nächste Generation der partylastigen Hochzeiten es annimmt oder ob es für die mit „Geschmack" bleibt. Das ist letztlich keine Frage der Farbe.