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Igari - der japanische Trick für ein Gesicht, das aussieht, als hätte es acht Stunden geschlafen, ohne Concealer

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Make-up-Artists, die wenig schlafen, haben einen gemeinsamen Trick: Igari. Die japanische Technik zum Auftragen von Rouge, die statt sich auf die Wangenknochen zu konzentrieren nach oben wandert - unter die Augen, über die Wangen und über den Nasenrücken. Das Ergebnis ist kein „geschminkter Look", sondern ein Gesicht, das aussieht, als hätte es acht Stunden geschlafen, und das ohne einen Tropfen Concealer.

Die Logik dieses Ansatzes liegt in der Farbtheorie. Die Augenringe haben blaue und grünliche Untertöne. Wenn du oben eine rosa, pfirsichfarbene oder leicht rötliche Nuance hinzufügst - versteckst du sie nicht, du neutralisierst sie. Anders gesagt, du „lügst" mit Farbe, nicht mit einer deckenden Schicht.

Igari stammt aus einer japanischen Ästhetik, in der das Ziel nicht Perfektion ist, sondern Ausdruck. Deshalb wird die Haut nicht mit drei Schichten Foundation und Puder verstopft, und du behältst die Textur - das, was viele heute „den gesunden Look" nennen. Dermatologie-Experten empfehlen es besonders für reife Haut, wo überschüssiges Make-up den gegenteiligen Effekt erzeugt.

Wie macht man es? Beginne mit sehr wenig Produkt unter dem Auge, verteile es mit dem Finger zu den Seiten und baue in Schichten auf. Cremige oder flüssige Formulierungen für ein frisches, dewy Finish, Puder für besseren Halt. Auch eine Kombination geht - Cremebasis, Puder darüber. Für trockene Haut - feuchtigkeitsspendende Cremeversionen. Für fettige - leichte, mit Puder darüber. Für empfindliche - sanfter Ton, gut verblendet.

Für die Balkanfrau, die sich fragt, warum Spanierinnen und Italienerinnen ständig „ausgeruht" aussehen, obwohl sie dieselben Rhythmen leben wie wir - die Antwort liegt teilweise hier. Sie haben sich nicht ausgeruht. Sie haben nur gelernt, wo das Rouge hingehört.