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Brücke am Grenzübergang Gradiska eingestürzt - Verkehr zwischen Kroatien und Bosnien im Chaos

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Brücke am Grenzübergang Gradiska eingestürzt - Verkehr zwischen Kroatien und Bosnien im Chaos

Gegen 3 Uhr morgens am 19. Mai stürzte ein Teil der Brücke am Grenzübergang Stara Gradiska (Kroatien) und Bosanska Gradiska (Bosnien und Herzegowina) ein. Niemand wurde verletzt, doch der Übergang - einer der meistbefahrenen in der Region - ist bis auf Weiteres gesperrt.

Der Kroatische Automobilclub (HAK) bestätigte, dass der gesamte Verkehr eingestellt wurde. Luftaufnahmen vom Ort zeigen schwere strukturelle Schäden - ein ganzer Streckenabschnitt ist eingebrochen, das Geländer fiel zuerst. Wie genau es geschah - das wird die Untersuchung beantworten. Wie eine der meistgenutzten Brücken zwischen beiden Ländern mitten in der Nacht ohne Vorwarnung einstürzen konnte - das ist die Frage, auf die die Bürger Antworten verlangen und die Inspektionen schuldig sind.

Die Fahrzeuge wurden sofort zu den benachbarten Übergängen umgeleitet - Kostajnica, Kozarska Dubica und Gradina. Die Wartezeit in den ersten Stunden lag bei 10 bis 30 Minuten, doch die Behörden erwarten im Tagesverlauf deutlich längere Staus. Für den Transitverkehr zwischen Balkan, Mitteleuropa und Nordadria ist das ein Schlag, gerade als die Sommersaison bereits begonnen hat.

Die Balkan-Infrastruktur altert ohne Plan. Brücken, Straßen und Bahnstrecken - alles aus Jugoslawien geerbt - werden ad hoc instand gehalten, mit Eingriffen statt langfristiger Strategie. Wenn eine Brücke einstürzt, baut man eine Umleitung und stellt Schilder auf. Systematische Sicherheitsprüfung aller Brücken? Das ist ein anderes Budget, ein anderer politischer Wille - und mit der Zeit immer weniger Priorität.

Die Frage, die wir stellen müssen, ist trivial, aber unbequem: Wie viele Brücken in Nordmazedonien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, in Albanien wurden zuletzt ernsthaft auf statische Stabilität geprüft? Niemand will die Antwort geben. Deshalb stürzen Brücken in der Nacht ein - und wir wachen verwundert auf.