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Bulgarien gewinnt Eurovision 2026 - Dara holt den ersten Pokal in die Nachbarschaft, Mazedonien zum sechsten Mal in Folge abwesend

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Eurovision 2026 endete in Wien mit einer Überraschung für viele - Bulgarien gewann den Wettbewerb mit Dara, einem Beitrag, der zu Beginn nicht unter den Buchmacher-Favoriten war, aber einen Weg fand, sowohl das Publikum als auch die Jury zu überzeugen. Die 70. Ausgabe des Wettbewerbs und der erste Sieg für unser balkanisches Nachbarland.

Top 5 - Bulgarien, Israel, Rumänien, Moldau, Ukraine. Die Balkan-Präsenz in den Top 10 ist auffällig: Griechenland Sechster, Albanien Zehnter, Kroatien Zwölfter. Das zeigt einen Trend, der sich in den letzten Jahren abzeichnet - Ost- und Südosteuropa rückt endlich ins eigentliche Zentrum des Wettbewerbs, nicht nur als Zahl in der Masse.

Für Serbien und Lavina mit dem Lied Kraj mene - das Wiener Publikum applaudierte ihr, aber sie schaffte es nicht in die Top 13. Poetisch gesagt: ein schöner Auftritt; prosaisch - nicht genug Punkte. Das ist keine Schande, das ist Statistik. Eurovision hat 38 Länder, und in der mittleren Hälfte zu sein, bedeutet etwas.

Mazedonien ist erneut abwesend. Seit sechs Jahren nimmt das Land nicht am Wettbewerb teil, mit einer Ausrede, die sich jede Saison ändert - finanziell, politisch, organisatorisch. In der Zwischenzeit treten die Nachbarn an, gewinnen, bekommen riesige internationale Aufmerksamkeit. Bulgarien und Albanien haben in diesem Jahr ihren Moment genutzt.

Israel auf Platz zwei mit 220 Punkten ist eine eigene Geschichte. Der Wettbewerb trägt nun schon im vierten Jahr politisches Gewicht wegen der Kriegslage in Gaza. Dennoch zeigt die hohe Platzierung, dass Jury und Publikum den künstlerischen vom politischen Kontext trennen - oder dass ein Teil von ihnen bewusst für eine politische Botschaft stimmt. Beide Lesarten haben ihre Logik.

Zum Gastgeber im nächsten Jahr: Bulgarien. Sofia oder Plovdiv werden vor der logistischen Herausforderung stehen, ein Mega-Event zu organisieren. Alle unsere Augen werden im nächsten Jahr nach Süden gerichtet sein - genau 200 Kilometer von Skopje entfernt.