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Die Linie 37 ist über „Slovenija" zurück, aber mit vier Abfahrten: Nahverkehr oder Stundenplan?

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Die Linie 37 ist über „Slovenija" zurück, aber mit vier Abfahrten: Nahverkehr oder Stundenplan?

Der Skopjer Verkehrsbetrieb hat die Linie 37 zurückgebracht, allerdings mit neuer Trasse. Der Bus verbindet Radišani und Butel mit Karpoš 3 und fährt erstmals über den Boulevard „Slovenija\" - einen Abschnitt, der im Stadtverkehr bisher nie aktiviert war.

Die Strecke beginnt an der Endhaltestelle der Linie 57 in Radišani und führt weiter über die Straßen „Radišanska\" und „Butelska\", die Boulevards „Bosnien und Herzegowina\" und „Slovenija\", die „Kačanik-Straße\", den Boulevard „8. September\", die Straße „Bleder Abkommen\" und den Boulevard „Ilinden\", und endet in der Straße „Manapo\" bei der City Mall.

Der Fahrplan ist die Stelle, an der die Begeisterung auf die Realität trifft

Aus Radišani fährt der Bus um 07:25, 08:55, 14:55 und 16:25. Aus Karpoš 3 um 06:40, 08:10, 14:10 und 15:40. Die Linie verkehrt nur an Werktagen.

Vier Abfahrten je Richtung. Das ist keine Stadtlinie im üblichen Sinn - das ist eine Schullinie mit Bürozeiten. Die beiden Frühabfahrten decken den Schichtbeginn ab, die beiden Nachmittagsfahrten das Ende. Zwischen 08:55 und 14:55 fährt aus Radišani sechs Stunden lang gar nichts.

Für wen sie gemacht wurde

Das wird klar, sobald man sieht, wo sie endet: bei den Mittelschulen in Karpoš und bei der City Mall. Der Präsident des Stadtrats von Skopje, Dame Dimitrievski, stellte die Linie genau so vor - als Verbindung, die Radišani und Butel erstmals direkt mit den Mittelschulen in Karpoš verbindet.

Eine neue Verbindung zwischen zwei Stadtteilen, die bislang ein Umsteigen erforderte, ist eine konkrete Verbesserung und sollte nicht kleingeredet werden. Doch eine Linie mit vier Abfahrten löst keine Mobilität - sie löst einen Stundenplan. Wer den Bus um 16:25 verpasst, hat keine zweite Option; er kehrt zur alten Variante zurück, mit Umsteigen.

Der Test kommt im September

Die Aktivierung des Boulevards „Slovenija\" ist hier der wertvollste Schritt. Zeigt die Linie realen Fahrgastfluss, lässt sich der Takt verdichten und die Trasse kann zu einer echten Stadtlinie heranwachsen. Bleibt der Fahrplan ein ganzes Jahr unverändert, wird klar sein, dass die 37 keine Lösung für den Nahverkehr war, sondern die Antwort auf eine einzelne Forderung.

Die Antwort auf diese Frage wird nicht der Verkehrsbetrieb mit einer Mitteilung geben. Sie geben jene, die um 07:25 in der „Radišanska\" warten.