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„Jedes Kind wird ein Schulbuch haben" - außer in den Schulen, die nicht rechtzeitig gemeldet haben

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„Jedes Kind wird ein Schulbuch haben" - außer in den Schulen, die nicht rechtzeitig gemeldet haben

Am 1. September wird jedes Kind von der ersten bis zur vierten Klasse ein Schulbuch haben. Bildungs- und Wissenschaftsministerin Vesna Janevska teilte mit, die kostenlosen Schulbücher seien bereits an die Schulen geliefert und das neue Schuljahr werde ohne Verteilungsprobleme starten.

Fast. In derselben Erklärung steht die Einschränkung, die den ganzen Satz verändert: Schulen, die die benötigte Menge nicht rechtzeitig gemeldet haben, müssen die Bücher selbst beschaffen, denn das Ministerium liefert nach Bestellung.

Versprechen und Einschränkung betreffen nicht dasselbe Kind

„Jedes Kind wird ein Schulbuch haben\" und „wir liefern nach Bestellung\" können nicht gleichzeitig zutreffen, wenn eine Schule sich in der Zahl geirrt hat. Dann bleibt das Kind ohne Buch nicht wegen fehlender Mittel, sondern wegen einer zu spät gemeldeten Zahl.

Die Verwaltungsverantwortung ist klar und liegt bei der Schule. Die Frage ist, wer die Folge trägt - und die Antwort ist wie üblich das Erstklasskind, das sich an einen leeren Tisch setzt. Wenn das Ministerium bereits weiß, welche Schulen die Frist verpasst haben, ist das eine Liste, mit der man jetzt im August anfangen kann, nicht im September.

Einschichtiger Unterricht - die eigentliche Nachricht

Parallel läuft das größere Vorhaben. Grundschulen im ganzen Land werden umgebaut, damit ab September die Voraussetzungen für einschichtigen Unterricht bestehen. An der Grundschule „Aleksandar Makedonski\" in Aerodrom entstehen drei neue Klassenräume, mit einer vom Ministerium unterstützten Investition von 2,2 Millionen Denar, während die Gemeinde die Ausstattung finanziert. Ab 1. September wechselt auch die Schule „Dimitar Makedonski\" in Lisiče für die Klassen sechs bis neun zum einschichtigen Unterricht.

Janevska führte an, über 200 Schulen arbeiteten bereits nach diesem Modell, mit dem Argument, dass Kinder morgens beginnen, wenn sie konzentrierter sind, dass die Sozialisierung besser ist, besonders in multiethnischen Umgebungen, und dass Ressourcen gespart werden.

Der Bürgermeister von Aerodrom, Dejan Miteski, beschrieb den Nutzen anders: „Einschichtiger Unterricht bedeutet eine bessere Organisation des Unterrichtsprozesses, mehr Zeit für Schüler, Lehrer und Familien und mehr Möglichkeiten für Schulen, zusätzliche Aktivitäten, Sport, Kultur und Kompetenzentwicklung auszurichten.\"

Drei Klassenräume sind eine echte Maßnahme

Der Zweischichtunterricht ist eines jener Dinge, die seit Jahrzehnten als gegeben behandelt werden. Ein Kind, das um 13 Uhr in die Schule geht, hat einen anderen Tag, eine andere Konzentration und einen anderen Nachmittag als ein Kind, das um 13 Uhr herauskommt - und innerhalb derselben Generation, in derselben Schule, hing das am Stundenplan.

Deshalb ist der Anbau von drei Klassenräumen eine konkretere Maßnahme als jede Reformstrategie. Offen bleibt, ob das Tempo hält und ob es auch die Schulen erreicht, deren Gemeinde kein Budget für die Kofinanzierung der Ausstattung hat - denn in dem Modell, das wir in Aerodrom sehen, baut das Ministerium und die Gemeinde stattet aus.

Die Viertklässler erhalten dieses Jahr zudem Tablets, finanziert aus dem Gemeindehaushalt. Ein weiterer Posten, der davon abhängt, in welcher Gemeinde das Kind lebt.