Skip to content

Vardar verlor in Kassel 33:31, zeigte aber, dass es in der Champions League etwas zu suchen hat

1 Min. Lesezeit
Teilen
Vardar verlor in Kassel 33:31, zeigte aber, dass es in der Champions League etwas zu suchen hat

Vardar verlor in Kassel 33:31 - kehrte aber dorthin zurück, wo es hingehört

Nach langer Pause spielte der zweifache Europameister Vardar 1961 wieder in der Champions League und bekam sofort den schwersten denkbaren Auftakt - auswärts bei Melsungen in Kassel. Es endete 33:31 für die Gastgeber, beide Halbzeiten mit je einem Tor Unterschied entschieden: 16:15 und 17:16. Der mazedonische Meister war kein Tourist. Vukašin Vorkapić erzielte 9 Tore, sechs davon vor der Pause, und als Vasil Gogov in der zweiten Hälfte ins Tor kam, kam Vardar auf 27:28 heran, und die zahlreichen Fans in Kassel sprangen von den Sitzen. Die Deutschen retteten sich erst, als Johannes Golla in der 58. Minute zum 32:29 traf. Vardar-Trainer Ivan Čupić räumte ein, es habe Momente zum Ausgleich oder zur Führung gegeben, der Sieg Melsungens sei aber verdient. In der nächsten Runde empfangen die „Rot-Schwarzen“ Nantes in der Jane-Sandanski-Halle. Eine Niederlage, aber keine von der Sorte, die man versteckt.

Ivanoski ist MVP der Runde in Slowenien - sieben Tore und die meisten Stimmen

Der mazedonische Internationale Mihail Ivanoski wurde zum besten Spieler der zweiten Runde der ersten slowenischen Liga gewählt. Der Rechtsaußen führte sein Team beim 34:27-Sieg über Ajdovščina mit sieben Treffern an. In der engeren Auswahl standen auch Aljuš Anžič von Celje, Klemen Ferlin von Slovan Ljubljana, Lovro Višček von Trimo, Aleš Zemljič von Ormož und Matevž Zagar von Krka - Konkurrenz, die in einer Liga mit solidem europäischem Ruf kein Zufall ist. Es stimmten die Fans ab, und Ivanoski bekam die meisten Stimmen. Der mazedonische Handball exportiert seit Langem Spieler, und die bauen sich still in fremden Ligen einen Ruf auf, meist ohne eine einzige Zeile in den heimischen Nachrichten. Diesmal ist die Zeile geschrieben.

Barcelona startete in die Titelverteidigung, Paris rettete sich mit der Sirene

Die Saison 2026/27 der Champions League begann offiziell am Mittwoch mit sieben Spielen an einem Abend. Titelverteidiger Barcelona brauchte Zeit, um warm zu werden, zog dann aber am Neuling Aarhus mit 39:28 vorbei, wobei Ferran Solé 10 Tore erzielte, darunter einen Siebenmeter in der letzten Sekunde. Magdeburg, Meister 2023 und 2025, ließ Kolstad keine Chance - 37:22, mit je sieben Toren von Ómar Ingi Magnússon. Am dramatischsten war es in Aalborg, wo Paris mit der Sirene zum 33:33 ausglich und als einziger Gast einen Punkt mitnahm. Der andere französische Vertreter, Nantes, wartete bis zur letzten Sekunde, um Płock mit 26:25 zu bezwingen. Bester Torschütze des Abends war Aljuš Anžič von Celje mit 11 Toren, sein Team verlor dennoch in Zagreb mit 29:31. Kielce, Zagreb und Veszprém holten zu Hause die ersten Punkte.

Füchse Berlin fügten Partizan eine historische Niederlage zu - 44:33

Die zweite Hälfte der ersten Runde brachte Zahlen, die man selten sieht. Die Füchse Berlin erzielten in Belgrad gegen Partizan 44 Tore und gewannen 44:33 - ihr deutlichster Sieg und die höchste Trefferzahl ihrer Champions-League-Geschichte. Die Serben kehrten nach 14 Jahren Abwesenheit in den Wettbewerb zurück und konnten die Deutschen keinen Moment beunruhigen: Nach nur 12 Minuten betrug der Abstand fünf Tore, zur Pause stand es bereits 23:15. Mathias Gidsel traf 9-mal, Tobias Grøndahl 8-mal, Leo Prantner 7-mal - zusammen 24 Tore. Partizans neuer Trainer Raúl González gab es offen zu: „In der ersten Halbzeit haben wir im Angriff viele Bälle verloren, und das ist eine schnelle Mannschaft mit vielen Qualitätsspielern. Wir müssen uns stark verbessern, um mehr dagegenhalten zu können.“ Am selben Abend überrollte Szeged Kristianstad mit 42:31, und Sporting bezwang GOG mit 43:33.

Das neue Champions-League-Format - 24 Teams auf dem Weg nach Köln

Was all diese Ergebnisse verbindet, ist das neue System. In dieser Saison machen sich 24 Mannschaften auf den „Weg nach Köln“, in einer Gruppenphase mit anderer Struktur als in den Vorjahren. Für Vardar ist das unmittelbar wichtig: In Gruppe B trifft der mazedonische Meister auf Melsungen, den Sieger der EHF European League der vergangenen Saison. Melsungen bestritt sein erstes Spiel in der Elite mit zusätzlicher Last, denn Trainer Roberto García Parrondo spielte gegen einen früheren eigenen Klub. In dieser Konstellation ist ein gewonnenes Heimspiel mehr wert als früher. Deshalb ist die Begegnung mit Nantes in der Jane-Sandanski-Halle nicht bloß eine weitere Runde.