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Erdbeben der Stärke 4,1 im Nordwesten Serbiens um 2:35 in der Nacht - Erschütterung bis Zagreb und Budapest

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Ein Erdbeben der Stärke 4,1 auf der Richterskala erschütterte den Nordwesten Serbiens in der Nacht zum 5. Mai 2026. Das Epizentrum - das Gebiet Bezdan, in der Nähe von Sombor. Die Zeit - 2:35 Uhr morgens. Die regionale Wirkung - die Erschütterung war auch in Kroatien und Ungarn zu spüren.

Laut dem seismologischen Institut der Republik Serbien wurde in der Nacht auch ein zweites, schwächeres Nachbeben registriert. Opfer oder Schäden an Gebäuden wurden offiziell nicht gemeldet. Für ein Beben der Stärke 4,1 ist das ein Standardbild - man spürt es, es überrascht, manchmal bricht eine Scheibe, aber selten verursacht es größere Schäden.

Geologisch geben dieser Teil der Vojvodina und das Pannonische Becken selten starke Erdbeben. Dass ein solches nächtliches Beben bis Zagreb und Budapest spürbar war, sagt etwas darüber, wie sich seismische Wellen über flaches Gelände ausbreiten - geringer Widerstand, große Entfernung. Dasselbe Phänomen kennen wir in Mazedonien und Bulgarien bei Beben in Nordgriechenland.

Der Balkan erinnert sich noch ziemlich gut an 1963 in Skopje. Danach hat eine ganze Generation von Architekten und Ingenieuren die seismische Sicherheit in die Bauvorschriften eingebaut. Die Frage, die der Balkan heute selten laut stellt - wie viele unserer Gebäude aus den 90ern und 2000ern halten diese Standards ein? Und wenn eines Tages statt 4,1 ein 5,5 oder 6,0 kommt - wer wird dann genau Rechenschaft ablegen?