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Drei Jahre nach Ribnikar und Mladenovac: 18 tote Kinder, der Täter jünger als 14 - und noch immer keine vollständige Gerechtigkeit

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Am 3. Mai 2023 brachte ein Schüler der Wladislaw-Ribnikar-Grundschule in Belgrad eine Pistole in die Schule und tötete neun Kinder und einen Sicherheitsmann. Fünf weitere Kinder und ein Lehrer wurden verletzt. Am Tag darauf - 4. Mai - tötete Uroš Blažić in Dörfern bei Mladenovac weitere neun Menschen und verletzte dreizehn. Zwei Massenmorde in zwei Tagen. Damals verstummte Serbien.

Drei Jahre später sieht die Lage so aus: Blažić erhielt die Höchststrafe. Der Täter von Ribnikar - minderjährig, unter 14 - kann nach serbischem Recht nicht strafrechtlich verfolgt werden. Gegen seine Eltern läuft am Obergericht in Belgrad ein Wiederaufnahmeverfahren, nachdem das Berufungsgericht die früheren Urteile aufgehoben hatte. Die Waffe, die Pistole, der Junge, der die Schule betrat - all das war sichtbar, und nichts wurde verhindert.

Heute, am Jahrestag, legte der amtierende serbische Premierminister Đuro Macut Blumen am Denkmal nieder. Gleichzeitig warf jemand einen Knaller während der Trauerfeier. Die Polizei ermittelt. Drei Jahre später hat die Tragödie weder volle Gerechtigkeit noch eine vollständige Antwort auf die Frage: Warum ist es passiert?