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46 Jahre nach Titos Tod: Der Tag, an dem Jugoslawien zur Frage ohne Antwort wurde

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Am 4. Mai 1980 starb im Klinischen Zentrum von Ljubljana Josip Broz Tito - Präsident auf Lebenszeit der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Heute jährt sich der Tag zum 46. Mal. Zu seiner Beerdigung in Belgrad kamen mehr als 200 Staatschefs und Spitzenfunktionäre aus aller Welt - eine Zahl, die zu jener Zeit kein anderer Politiker erreichte.

Tito führte Jugoslawien 35 Jahre lang, leitete den antifaschistischen Widerstand und die Volksbefreiungsarmee im Zweiten Weltkrieg und war einer der Gründer der Bewegung der Blockfreien - eines Blocks von Nationen außerhalb von NATO und Warschauer Pakt. Er baute ein System auf, das sechs Völker, zwei Alphabete, drei Religionen und unzählige Spannungen in einer einzigen Föderation zusammenhielt.

46 Jahre später bleibt sein Erbe gespalten. Für die einen ist er Symbol für soziale Gerechtigkeit und internationales Ansehen. Für die anderen - ein Diktator, der seine Gegner einsperrte und verfolgte. Keines der beiden Bilder ist vollständig ohne das andere. Bürger aus allen ehemaligen jugoslawischen Republiken besuchen sein Grab in Belgrad noch immer - das „Haus der Blumen" in Dedinje. Das allein sagt schon etwas.