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Europäer arbeiten eine Stunde weniger pro Woche als vor zehn Jahren - Niederlande mit 31,9 Stunden, Griechenland mit 39,6, und warum der Balkan dafür zahlt

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Europäer arbeiten eine Stunde weniger pro Woche als vor zehn Jahren - Niederlande mit 31,9 Stunden, Griechenland mit 39,6, und warum der Balkan dafür zahlt

Europäer arbeiten eine Stunde weniger pro Woche als vor zehn Jahren - 35,9 Stunden im Durchschnitt 2025, gegenüber 36,9 Stunden im Jahr 2015. Die Zahl stammt aus der aktuellen Eurostat-Analyse und zeigt eine leise, aber systemische Verschiebung der europäischen Arbeitszeit. Keine Revolution - aber auch kein Zufall.

Welche Länder arbeiten am meisten? Griechenland liegt mit 39,6 Stunden pro Woche an der Spitze, gefolgt von Bulgarien und Polen mit jeweils 38,7 Stunden und Litauen mit 38,4. Am anderen Ende - die Niederlande mit nur 31,9 Stunden, gefolgt von Dänemark und Deutschland (je 33,9) und Österreich (34). Der Abstand zwischen Spitze und Schluss beträgt fast 8 Stunden - praktisch eine ganze Schicht.

Nach Berufen: Landwirte und Förster arbeiten am längsten (rund 42 Stunden), während Beschäftigte in Hilfstätigkeiten am kürzesten arbeiten (31,8 Stunden). Das ist die Realität des Arbeitsmarktes - nicht, was "gerecht" ist, sondern wo die Stunden tatsächlich anfallen. Die klassischen 40 Stunden werden zur statistischen Vergangenheit.

Für den Balkan, konkret für Mazedonien (nicht in der EU, aber wirtschaftlich am nördlichen Markt hängend), hat diese Verschiebung eine konkrete Bedeutung. Deutsche und österreichische Partner haben Mitarbeiter, die 34 Stunden pro Woche arbeiten - während mazedonische Subunternehmer dieselben Fristen mit 8-Stunden-Tagen (oder 45+) einhalten sollen. Das Ungleichgewicht ist nicht nur kulturell. Es ist auch der Grund, warum der Balkan weiterhin "billige Arbeitskraft" bleibt - nicht nur beim Lohn, sondern beim Arbeitsvolumen.