Gjorgjievski startet Bürgersprechstunden in Kisela Voda - Nah am Volk sechs Monate nach Amtsantritt, der Test, ob Versprechen gehalten werden
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Der Bürgermeister von Skopje, Orce Gjorgjievski, hat eine Reihe von Vor-Ort-Treffen mit Bürgern eröffnet, im Rahmen der Initiative "Nah am Volk - dem Wort treu". Das erste Treffen fand in Kisela Voda statt, im Haus der Kultur "Biljana Belicanec", in Anwesenheit der Bezirksbürgermeisterin Beti Stamenkoska-Trajkoska, der Direktoren der städtischen Unternehmen und Vertretern der Stadtsektoren.
Was bedeutet "nah am Volk" eigentlich? In der Theorie: direkte Kommunikation zwischen Rathaus und Bürgern, ohne Vermittler. In der Praxis: ein politisch kalkulierter Schritt. Sechs Monate nach Amtsantritt braucht Gjorgjievski den Nachweis, dass er arbeitet und zuhört. Das Gelände, wie er selbst sagte, sei "meine natürliche Umgebung".
Die Einwohner von Kisela Voda nutzten das Treffen, um aktuelle Probleme, künftige Projekte und Entwicklungspläne anzusprechen. Konkrete Themen wurden nicht im Detail veröffentlicht - das gehört zum Modell. Die Sitzungen sollen offen und unstrukturiert wirken, ohne vorgefertigte Tagesordnung. Was ein Bürger auch sagt, er bekommt eine Antwort. Das ist die Politik dahinter.
Ob das Modell echtes Gewicht hat, hängt von zwei Dingen ab. Erstens: ob die Zusagen aus diesen Treffen in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Zweitens: ob Gjorgjievski sie regelmäßig fortführt - nicht als einmaliges Event. Die klassische Balkan-Schwäche ist das Versprechen, das nach wenigen Monaten vergessen wird. Wenn Kisela Voda bis Jahresende ein paar realisierte Projekte sieht, ist das Modell ein Erfolg. Wenn nicht, ist es nur eine weitere Propagandarunde.
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