Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
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23.04.2026
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12.04.2026
Die Formel 1 ist längst nicht mehr nur ein Rennen - jetzt ist sie eine Serie auf Netflix, ein Marketingprodukt für eine neue Generation und ein Feld, in dem Tech-Giganten darum kämpfen, wer das bessere "Fan-Erlebnis" bietet. IBM hat den Moment erfasst und eine Partnerschaft mit Scuderia Ferrari HP für eine neue Fan-App auf Basis künstlicher Intelligenz unterzeichnet.
"Wir wollen, dass jeder Fan sich gesehen und erkannt fühlt", sagt Stefano Palard, Ferraris neuer Leiter der Fan-Entwicklung. Das Team setzt Millionen von Datenpunkten ein, die während eines Rennens gesammelt werden - Pit-Stop-Geschwindigkeiten, Telemetrie, Reifenwechsel - und verwandelt sie in Geschichten, die der durchschnittliche Zuschauer verstehen kann. Bei einem Drei-Sekunden-Pit-Stop sind 24 Personen gleichzeitig am Boden, und das ist eine aktuelle Anekdote, die die App in einem Augenblick erklären kann.
Was bekommt der Fan eigentlich? Italienische Unterstützung (die es bis vor kurzem nicht gab, ironischerweise für einen italienischen Klub), KI-generierte Rennzusammenfassungen, interaktive Spiele, Vorhersagen von Ergebnissen und einen virtuellen Gesprächspartner für Fragen. Das Ergebnis - 62 Prozent mehr Nutzerpräsenz während Rennwochenenden. Das Hauptziel ist anders - den Fan engagiert zu halten, auch wenn es kein Rennen gibt, nicht nur 23 Wochenenden pro Jahr.
In der Zwischenzeit sind auch AWS, Oracle und Anthropic in F1-Partnerschaften mit anderen Teams eingestiegen. Das bedeutet, dass in den nächsten Jahren jedes Team sein eigenes KI-Sonar für Fans haben wird, und der echte Gewinner vielleicht nicht auf der Piste, sondern hinter dem Server sein wird. Eine kleine, aber interessante Statistik - laut Kameryn Stenhouse von IBM sind 75 Prozent der neuen F1-Fans Frauen, viele aus der Gen Z, zum Teil wegen der F1 Academy für weibliche Fahrer. Mit anderen Worten - die Tech-Giganten sehen den Markt. Und die Plattform.
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