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Feuer Richtung Kosovo, West-Nil-Fieber, Fahrzeugprüfungen, Barutana am Vodno

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Feuer Richtung Kosovo, West-Nil-Fieber, Fahrzeugprüfungen, Barutana am Vodno

Unser Feuer brennt im Kosovo, und unser Hubschrauber löscht auf ihrer Seite

Das Feuer, das im Gebiet von Gračani in Đorče Petrov ausbrach, ist verwaltungstechnisch nicht mehr unser Problem - es brennt auf kosovarischem Gebiet. Auf Bitten Pristinas schickte Mazedonien einen Hubschrauber des Innenministeriums zu den Bränden bei Hani i Elezit. Unsere Maschine löscht auf ihrer Seite, während unser Feuer auf ihr Gelände zieht. Das ist regionale Zusammenarbeit, die ohne eine einzige Freundschaftserklärung funktioniert. Der Balkan bekommt dieses Bild selten.

Die Zahl darunter wiegt schwerer: 31 Brände im Freien innerhalb von 24 Stunden. Nicht nur Wälder. Es brannten Deponien - Kratovo, Vizbegovo hinter einem Hotel, Bukovo bei Ohrid, der Abschnitt zwischen Monospitovo und Borievo. Eine brennende Deponie ist keine Naturkatastrophe. Sie ist Müll, der dort liegt, wo er nicht liegen darf, angezündet an einem ungesicherten Ort. Jeder solche Einsatz bindet eine Mannschaft, die zur selben Stunde an einem Waldbrand hätte sein können. Der Appell, im Freien kein Feuer zu machen, wird jeden Sommer im identischen Wortlaut wiederholt. Die Frage, die niemand stellt: Wie viele dieser wilden Deponien waren gemeldet und erfasst, bevor sie brannten?

Erster Platz in Europa bei einer Krankheit, die eine Mücke überträgt

Laut dem jüngsten Wochenbericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hat Mazedonien die höchste Zahl an Infizierten und Toten durch das West-Nil-Fieber pro Million Einwohner in Europa. Nicht unter den höchsten - die höchste. Serbien meldete 18 Fälle, Kroatien sieben, wir 56. Zum Vergleich mit der eigenen Vergangenheit: Von 2011 bis Ende 2025 wurden hier insgesamt 54 Fälle bestätigt. Acht Monate dieses Jahres haben die vorangegangenen fünfzehn Jahre übertroffen.

Sieben Menschen sind gestorben. 54 der Erkrankten leben in Skopje, mit Schwerpunkt in Kisela Voda und Gazi Baba. Wir wissen also, wer erkrankt und wo - das ist mehr Information, als üblicherweise verfügbar ist, solange die Saison noch läuft. Die Empfehlungen an die Bürger sind korrekt und betreffen den eigenen Hof: leere Behälter, Blumentöpfe, Altreifen, Dachrinnen. Was in niemandes Hof liegt - Kanäle, öffentliche Flächen, wilde Deponien mit stehendem Wasser -, dafür gibt es die Mückenbekämpfung. Sie steht in keinem einzigen Ratschlag, der sich an Bürger richtet.

Fünf Jahre Berichte, die niemand geöffnet hat

Die Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität hat 138.877.419 Denar zu Papier gebracht, also 2,26 Millionen Euro rechtswidrig erlangten Vermögensvorteils im Fall gefälschter Berichte über kassierte Gebühren bei der Fahrzeugzulassung. Der Mechanismus ist schmerzhaft einfach: Der Fahrer zahlt am Schalter, das Geld wird tatsächlich eingenommen, aber der Bericht an die Institutionen nennt eine andere Zahl.

Die Anklage schlüsselt den Schaden nach Adresse auf. Das staatliche Straßenunternehmen - 48,4 Millionen Denar. Kommunale Haushalte und Gebühren - 83,3 Millionen. Das Umweltministerium - 5,5 Millionen. Das Rote Kreuz - anderthalb Millionen Denar, abgezogen von einer Organisation, die damit Erste-Hilfe-Kurse finanziert. Unter den Verdächtigen ist die stellvertretende Finanzdirektorin des Straßenunternehmens, deren Aufgabe genau die Prüfung dieser Berichte war. Das ist der Unterschied zwischen einem Versäumnis und einem System: Wenn Berichte fünf Jahre lang ungeöffnet blieben, lautet die Frage nicht nur, wer sie gefälscht hat, sondern wie viele andere Prüfstellen Berichte einreichen, die niemand liest.

Die Verteidigung des Vodno war ein Ortsname, kein geologisches Gutachten

Bei der öffentlichen Vorstellung des Bebauungsplanentwurfs für den Standort Barutana an den Hängen des Vodno reichte die frühere Vorsitzende der Antikorruptionskommission Biljana Ivanovska den Vertretern des Stadtplanungsamtes leere Blätter Papier und bat sie, eine Erklärung zu unterschreiben, dass der Plan für das Leben der Bürger sicher sei. Der Plan sieht rund 25 Gebäude auf 29.000 Quadratmetern vor. Kritiker rechnen vor, dass dafür 9.000 Quadratmeter Wald auf erosionsgefährdetem Gelände gerodet werden müssten.

Die Gemeinde hat ihr eigenes Argument, und es ist nicht bedeutungslos: Die bebaubare Fläche wurde von zuvor 43.000 Quadratmetern reduziert. Aber „weniger Beton als ein vor Gericht gescheiterter Plan“ ist nicht dasselbe wie „sicher“. Das Argument der Ratsvorsitzenden für die Standfestigkeit des Geländes lautete, der Name sage schon alles - dort habe einst ein Pulvermagazin gestanden. Dass jemand an einem Ort Schwarzpulver lagerte, ist kein geologischer Befund. Ein Bebauungsplan auf Erosionsgebiet verlangt ein Gutachten des staatlichen geologischen Instituts. Die öffentliche Einsicht läuft bis zum 14. September.

Vier Tage Schweigen in Bitola, dann ein Dementi statt einer Erklärung

Ein Video vom Širok Sokak ging binnen eines Tages durch das ganze Land. Das Innenministerium antwortete nach vier Tagen, und zwar mit einem Dementi: Der im Hof des Klinikums gefundene Tote sei nicht der Mann, der auf dem Video eine andere Person schleift. Gut. Was in den Stunden zwischen seiner Untersuchung im Krankenhaus und dem Fund der Leiche geschah, blieb leer.

Ein Dementi ist leichte Arbeit, es braucht den Vergleich zweier Gesichter. Eine Erklärung - wer der Mann im Video ist, warum, ob eine Straftat vorliegt - braucht echte Arbeit. Wenn eine Institution eine Lücke lässt, füllt sie jemand anderes. Vier Tage lang schrieben die sozialen Netzwerke das Drehbuch.

Die Wirtschaft: zwei richtige Summen, die sich nie treffen

Der Streit um die Staatsschulden endete mit 350 Millionen, die in keiner der beiden Rechnungen auftauchen - beide Seiten zitieren korrekte Zahlen aus unterschiedlichen Abgrenzungen. 2027 zahlt der Staat fast 1,5 Milliarden Euro zurück, dazu 1,1 Milliarden an Staatsanleihen. Der Kupon der neuen Eurobond wird mehr sagen als jede Pressemitteilung.

Das Statistikamt meldete unterdessen, dass wir Lebensmittel für 331 Millionen Euro exportieren und für 656 Millionen importieren. Ein Land mit Pelagonija und Tikveš zahlt doppelt für fremde Tische. Derselbe Bericht weist ein Exportwachstum von 13,9 oder 8,4 Prozent aus - je nachdem, in welcher Währung man ihn liest. Eines geht endlich in die andere Richtung: Nach Jahren, in denen 85 Prozent des einzigen Gastors von Gazprom gebucht waren, ist der Eintritt in den vertikalen Gaskorridor unterzeichnet, Frist 2027.

Was es kostet, zur Arbeit zu kommen

Eine Monatskarte Tetovo-Skopje kostet jetzt 6.500 Denar, ein Viertel eines Gehalts von 26.000 Denar. Aus Štip und Strumica gibt es überhaupt keine Monatskarte. Die Petition fordert keine niedrigeren Preise - sie fordert, dass jemand sagt, worauf die Preise beruhen. Dieselbe Logik zieht sich durch die übrigen Nachrichten des Tages: Prilep gibt an, dass 49 Prozent der Bürger Abfall zu Hause trennen. Eine lobenswerte Zahl - nur misst sonst niemand im Land die Primärtrennung, es gibt also keinen Vergleichswert.

Es gibt auch Maßnahmen, die funktionieren. Jeder achte Antrag auf künstliche Befruchtung betrifft einen Versuch, den der Staat bisher nicht bezahlte - 1.883 Anträge in einem Jahr, 97,3 Millionen Denar ausgezahlt, 237 Familien nutzten das Recht sofort. Das ist mehr Demografiepolitik als jede Rede vom Pult. Und in Ćeramidnica sind die Bagger endlich angerückt für die Brücke, die jahrelang fertig dastand, ohne Straße zu dem, wohin sie führt.

Die Region: ein Begräbnis mit Staatsehren und eine Front, die schweigt

Serbien beerdigt Ratko Mladić mit Staatsflugzeug, Flagge und militärischen Ehren - einen rechtskräftig wegen Völkermords in Srebrenica verurteilten Mann. Das ist keine Familienangelegenheit mehr, das ist eine Botschaft, und Brüssel hat sie gelesen. Im selben Land ist Vučić bereit, den Willen der Partei anzunehmen und Ministerpräsident zu werden, weil die Verfassung ihm keine dritte Amtszeit als Präsident erlaubt: Das Amt wechselt, der Amtsinhaber nicht.

An der ukrainischen Front haben die Einheiten Befehl, bis zum 8. September nicht zu schießen. Ein Waffenstillstand ist aber erst dann einer, wenn beide Seiten zugestimmt haben - und Moskau hat bislang nichts unterschrieben. Mucunski war unter Drohnen in Kiew und sprach den Satz aus, Grenzen ließen sich nicht mit Gewalt verschieben. In unserem Land wiegt dieser Satz schwerer als fast überall sonst.

Und im Sport: der Tag, an dem die Serien rissen

Fünf Siege in Folge von Škendija löschte ein Nigerianer mit einem Hattrick für Tikveš aus - an einem Tag, an dem auch Liverpool nach Ende des Transferfensters Teenager kaufte. Vardar eröffnete die Saison mit 31:19, während Tomovski in der Bundesliga 13 Paraden sammelte und trotzdem verlor - ein Abend, an dem der Torwart der Beste auf dem Feld war und es nicht reichte.

Das ist der leichtere Teil des Tages. Der schwerere fügt sich von selbst zusammen: In allen fünf heimischen Fällen existierte die Information vor dem Versagen. Die wilden Deponien hatten eine bekannte Adresse, die Brutstätten der Mücken sind jeden Sommer dieselben, die Berichte der Fahrzeugprüfung lagen fünf Jahre ungeöffnet, das Video aus Bitola war vier Tage lang auf den Handys der halben Stadt. Es fehlte keine Information. Es fehlte jemand, dessen Aufgabe es ist, sie zu öffnen.

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