Teile von Butel und Centar heute ohne Strom - Museum für moderne Kunst sechs Stunden ohne Versorgung, warum keine SMS an die Kunden?
26.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Premier Robert Fico - einer der lautesten Kreml-Freunde in der Europäischen Union - verhandelt leise mit Aserbaidschan über einen langfristigen Gasdeal. Nicht für ein Jahr, nicht für fünf - für mindestens zehn. Der Deal, falls unterzeichnet, beendet die Abhängigkeit der Slowakei vom russischen Gas.
Vize-Premier Tomas Taraba lobt Aserbaidschan offen als „verlässlichen Partner". Der Chef des slowakischen Staatsenergieversorgers SPP, Martin Huska, bestätigt, dass die Verhandlungen mit dem aserbaidschanischen Staatskonzern SOCAR laufen. Probelieferungen, gestartet im Dezember 2024 - erfolgreich.
Warum gerade jetzt? Brüssel hat die Fristen gesetzt. Bis Januar 2027 müssen die Mitgliedsstaaten Importe von russischem LNG einstellen. Bis Oktober 2027 - auch Gas via Pipeline. Fico, der sich beharrlich als unbeugsamer Souverän gegenüber Brüssel inszenierte, rechnet offenkundig - er steht nicht auf Prinzip.
In der ganzen Geschichte steckt jedoch ein Detail, das kein Politiker laut ausspricht. Aserbaidschan hat keine unbegrenzten Gasreserven. Wenn größere Mengen geliefert werden müssen, bezieht das Land sie teilweise aus - richtig geraten - Russland, und „brandet" sie über Swap-Vereinbarungen zu aserbaidschanischem Gas um. Die Slowakei wird „aserbaidschanisches" Gas kaufen. Und die Moleküle in den Leitungen werden manchmal weiterhin russisch sein.
Für den Balkan ist das Lektion und Erinnerung zugleich. Die Wurzeln der Energieabhängigkeit reißt man nicht mit Erklärungen aus - sondern mit langfristigen Infrastrukturentscheidungen. Nordmazedonien hängt immer noch am russisch-über-bulgarischen Gas, und jede Energiekrise macht das sichtbar. Wenn unser eigener „Fico-Moment" kommt - werden wir nach einer aserbaidschanischen, iranischen oder katarischen Alternative suchen? Die Frage ist nicht mehr ob - sondern wann und zu welchem Preis.
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