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250.000 Euro Zuschuss für ein 36-Millionen-Projekt: FINKI und die Sportfakultät bekommen Geld für Unterlagen, nicht für den Bau

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250.000 Euro Zuschuss für ein 36-Millionen-Projekt: FINKI und die Sportfakultät bekommen Geld für Unterlagen, nicht für den Bau

Zweihundertfünfzigtausend Euro. So hoch ist der Zuschuss, den Spanien über das Sozialentwicklungskonto der Entwicklungsbank des Europarats bereitgestellt hat, um die Investition für FINKI und für die Fakultät für Sport, Sportwissenschaft und Gesundheit auf dem UKIM-Campus vorzubereiten.

Bevor sich jemand zu früh freut: Das ist nicht das Geld, mit dem die beiden Gebäude fertiggestellt werden. Der geschätzte Gesamtwert des Projekts liegt bei rund 36 Millionen Euro. Der Zuschuss ist für die technische Vorbereitung gedacht - Unterlagen, Planungslösungen, Terminplanung, Prüfung des Bestands. Anders gesagt: das Geld, um herauszufinden, was es am Ende genau kosten wird.

Elf Jahre unfertiger Beton

Der Bau der Fakultätsgebäude begann 2015, dann wurden die Arbeiten unterbrochen. Was neuer Universitätsraum werden sollte, steht seit Jahren als Rohbau auf dem Campus. Nach zuvor veröffentlichten Angaben des Bildungsministeriums war die Umsetzung beider Gebäude vor dem Abbruch auf einem vergleichsweise niedrigen Stand.

Ein langer Stillstand macht die Fortsetzung schwerer, nicht leichter. Es reicht nicht, einfach dort weiterzubauen, wo man aufgehört hat. Der Zustand der Konstruktionen muss neu geprüft, die Unterlagen überarbeitet und die Planung an heutige Standards angepasst werden. Elf Jahre Beton unter freiem Himmel sind etwas anderes als eine Baustelle in der Pause.

Was genau unterschrieben wurde

Der Vertrag wurde in Anwesenheit von Bildungsministerin Vesna Janevska, des spanischen Botschafters Rafael Soriano Ortiz und des stellvertretenden Gouverneurs der Entwicklungsbank des Europarats, Tomáš Boček, unterzeichnet.

Nach Angaben der Bank sollen die Mittel gezielte technische Hilfe ermöglichen, um die Investition für die größte öffentliche Universität des Landes vorzubereiten und rechtzeitig zu starten. Janevska erklärte, die Unterstützung werde Beginn und Abschluss des Projekts beschleunigen.

Der Plan sieht vor, die beiden unfertigen Gebäude auf dem Campus für die Bedürfnisse von FINKI umzubauen und mit einer Brücke zu verbinden, um Wege und interdisziplinäres Studieren zu erleichtern. Für die Sportfakultät ist ein komplett neues Gebäude am jetzigen Standort vorgesehen.

Die Zusammenarbeit beginnt nicht erst jetzt

Die Entwicklungsbank des Europarats arbeitet seit 2007 mit Mazedonien zusammen. Sie hat Kredite für zehn Projekte im öffentlichen Sektor im Gesamtwert von 314 Millionen Euro bewilligt. Damit wurden rund 100 Sportstätten gebaut und 120 Grund- und weiterführende Schulen saniert, was etwa 122.000 Schüler betraf.

Der Mechanismus funktioniert also und hat eine Vorgeschichte. Die Frage ist nicht, ob die Bank liefert. Die Frage ist, ob die restlichen 35,5 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt oder über ein Darlehen kommen - und bis wann.

Der Maßstab ist keine Unterschrift

FINKI gehört zu den Fakultäten mit den meisten Studierenden und bietet Programme in Bereichen an, die moderne digitale und Laborinfrastruktur brauchen. Künstliche Intelligenz, Software Engineering, Informatik - solche Fächer entwickelt man nicht allein über Lehrpläne. Sie brauchen Labore, Hörsäle, Raum für Forschung.

Generationen von Studierenden haben diesen unfertigen Beton aus dem Fenster gesehen. Der eigentliche Erfolg misst sich nicht an unterzeichneten Verträgen und Pressemitteilungen. Er misst sich daran, ob nach der technischen Vorbereitung die komplette Finanzierung steht, ob der Bau tatsächlich beginnt - und ob er nicht noch einmal zehn Jahre lang stillsteht.