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Eine Anzahlung für Eisenbahnschienen endete als Rechnung für Hähnchenschenkel: fünf Personen und zwei Firmen angezeigt

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Eine Anzahlung für Eisenbahnschienen endete als Rechnung für Hähnchenschenkel: fünf Personen und zwei Firmen angezeigt

Ein Kaufvertrag über Eisenbahnschienen im Wert von 21.667.680 Denar. Eine Anzahlung von 283.310 Euro, also 17.423.564 Denar, überwiesen von einer slowenischen Firma. Und danach - nichts. Die Ware wurde nicht geliefert, das Geld nicht zurückgezahlt.

Das ist der Anfang. Was folgt, ist der Grund, warum die Direktion für Finanzpolizei bei der Grundstaatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und Korruption Strafanzeige gegen fünf natürliche und zwei juristische Personen gestellt hat.

Der Weg des Geldes

Laut Anzeige unterzeichneten der erstgenannte Beschuldigte D.K., Eigentümer einer juristischen Person aus Skopje, gemeinsam mit F.N., Geschäftsführer und Zeichnungsberechtigter des Kontos, eine Anweisung, mit der 16.762.410 Denar an eine juristische Person aus Shtip überwiesen wurden.

Grundlage des Transfers war eine Scheinrechnung über einen angeblichen Einkauf von Hähnchenschenkeln.

Siebzehn Millionen Denar Eisenbahnschienen, auf dem Papier in Hähnchenschenkel verwandelt. Danach wurden die Mittel über einen fiktiven Zessionsvertrag auf das Konto von H.R. übertragen.

Wie die Spur verdeckt wurde

F.M. führte als bevollmächtigte Buchhalterin H.R. laut Anzeige nicht als neue Gläubigerin. Stattdessen nahm sie eine buchhalterische Verschleierung vor - sie verbuchte die Mittel als negative Buchungen auf dem Konto des Käufers. In der Steuerbilanz für 2022 tauchten die Transaktionen ebenfalls nicht auf.

D.M., Zeichnungsberechtigte des Kontos der juristischen Person aus Shtip, führte unmittelbar nach der Zahlung auf die Scheinrechnung eine elektronische Anweisung aus und leitete die Mittel weiter.

Von diesem Konto wechselte D.K. als bevollmächtigte Person das Geld in Devisen. Ein Teil wurde bar abgehoben, ein Teil für den Kauf eines Fahrzeugs verwendet.

Und die Steuer, natürlich

F.N. zahlte als Geschäftsführer der juristischen Person aus Skopje im Jahr 2022 die Einkommensteuer in Höhe von 1.885.370 Denar für die an H.R. ausgezahlten Mittel nicht ein. H.R. wiederum meldete die erzielten Einkünfte nicht in ihrer Jahressteuererklärung.

Den Angezeigten werden „Geldwäsche und andere Erträge aus einer Straftat“, „Betrug“, „Fälschung oder Vernichtung von Geschäftsbüchern“ und „Steuerhinterziehung“ nach dem Strafgesetzbuch zur Last gelegt.

Was noch zu erklären bleibt

All das geschah laut Anzeige im Laufe des Jahres 2022. Die Strafanzeige stellte die Finanzpolizei jetzt.

Das Schema ist nicht besonders raffiniert: Scheinrechnung, Zession, Bargeld, Auto. Das ist eine Lehrbuchabfolge und keine unsichtbare Konstruktion. Offen bleibt die Frage, wie eine Transaktion dieser Größe - fast siebzehn Millionen Denar für Hähnchenschenkel, von einer Firma, die mit Eisenbahnschienen handelt - durch das System lief, ohne in dem Moment irgendjemanden zu alarmieren.

Der Geschädigte ist im Übrigen eine ausländische juristische Person. Jemand in Slowenien hat also 283.310 Euro nach Mazedonien überwiesen und hat weder das Geld noch die Schienen.

Das ist die Art Geschichte, die weit mehr kostet als die Summe, um die es darin geht.