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Bei Botun graben sie 28 Meter tief, um die Autobahn Kičevo - Ohrid zu halten: 163 von insgesamt 250 solcher Punkte liegen an einer Stelle

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Bei Botun graben sie 28 Meter tief, um die Autobahn Kičevo - Ohrid zu halten: 163 von insgesamt 250 solcher Punkte liegen an einer Stelle

Drei je 130 Tonnen schwere Maschinen graben nahe dem Dorf Botun bis zu 28 Meter tief in den Boden. In die Aushübe werden Bewehrungskörbe von je 30 Tonnen abgelassen und dann mit Beton verfüllt. Dazwischen verlaufen Rohre und Stahlseile, die sie miteinander verbinden.

Das Ergebnis ist eine Konstruktion, die niemand je sehen wird. Genau deshalb wollten die Verantwortlichen sie jetzt zeigen.

Der Boden, der sich nicht ändern lässt

Verkehrsminister und Vizepremier Aleksandar Nikoloski und der Direktor des staatlichen Straßenunternehmens, Koce Trajanovski, besichtigten die Stabilisierungsarbeiten bei Botun.

„Es gibt Dinge, die wir tun können, und Dinge, die wir nicht ändern können. Was wir nicht ändern können, ist der Boden. Um Sie herum sehen Sie schwarzen Graphitboden, den instabilsten Boden, den man überhaupt finden kann. Dazu gibt es hier sehr viel Wasser, was man an der Vegetation erkennt, und wenn sich das Wasser mit dem Graphit verbindet, wird daraus Brei, und es gibt keinerlei Stabilität“, sagte Nikoloski.

Die Tiefe von 20 bis 28 Metern entspreche der Höhe eines Gebäudes mit sieben bis elf Stockwerken. Nur dass dieses Gebäude nach unten geht.

250 Stellen, davon 163 allein bei Botun

Solche Lösungen werden an insgesamt 250 Stellen der Autobahn Kičevo - Ohrid angewandt. Davon liegen 163 bei Botun, die übrigen an anderen Abschnitten der Trasse, unter anderem bei Kneževo.

Das Verhältnis sagt alles. Fast zwei Drittel aller Punkte, die solche Eingriffe erfordern, liegen an einer Stelle. Botun ist nicht „ein weiterer schwieriger Abschnitt“ - Botun ist das Problem.

Trajanovski erläuterte, auf Grundlage der geologischen Untersuchungen seien zwei zentrale Stabilisierungsprojekte entstanden - eines mit Galerien, das andere mit Betonsäulen. Bei Botun kommt die Technologie mit Betonsäulen zum Einsatz, nach einem Entwurf von GIM, in Zusammenarbeit mit Ingenieuren von Sinohydro.

Nikoloski verwies darauf, dass bereits 2024 einheimische Experten und Professoren hinzugezogen wurden, gemeinsam mit ausländischen Wissenschaftlern, die ähnliche Lösungen in anderen Teilen der Welt angewandt haben.

37 gebaut, 34 in Betrieb, 57 insgesamt

Von der Gesamtlänge von 57 Kilometern sind bisher 37 gebaut, 34 Kilometer sind in Betrieb. In den nächsten zwei Monaten soll laut Nikoloski auch der komplizierteste Abschnitt freigegeben werden - die Tunnel bei Preseka, die längsten des Landes. Eine Tunnelröhre ist 2,1 Kilometer lang, die andere 1,9 Kilometer. In diesem Abschnitt gibt es zudem fünf Galerien, vier davon sind bereits fertig.

Erwartet wird, dass die Autobahn in der ersten Jahreshälfte 2027 vollständig in Betrieb ist.

Eine Frage, die bei der Besichtigung nicht gestellt wurde

Die Geologie bei Botun hat sich seit 2024 nicht verändert. Der schwarze Graphitboden war da, als die Trasse festgelegt wurde, als der Vertrag unterzeichnet wurde und als die ersten Berechnungen für Termin und Preis entstanden.

Die ingenieurtechnische Lösung ist beeindruckend und offensichtlich notwendig. Doch die Frage, die bei der Besichtigung selbst nicht gestellt wurde, ist schlichter: Wann genau wurde festgestellt, dass der Boden ausgerechnet hier so beschaffen ist, und was wurde damals unternommen.

Die Antwort darauf liegt nicht unter der Erde. Sie liegt im Archiv.