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Iran demuetigte Trump: Uran ist heilig, Hormus gehoert uns - und es wird nicht verhandelt

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Waehrend Trump von einem "grossen Deal" mit Teheran sprach, antwortete Iran mit zwei Worten: keine Chance. Der iranische Sprecher Esmail Bagai war kristallklar - angereichertes Uran wird an niemanden uebergeben, und das Thema stand bei den iranischen Behoerden nie zur Diskussion.

"Was amerikanische Vertreter behaupten, findet keine Bestaetigung. Konkret kann ich mit Sicherheit sagen: Von Iran angereichertes Uran wird an niemanden uebergeben", erklaerte Bagai. Er ging noch einen Schritt weiter und verglich die Bedeutung des Urans mit der des iranischen Territoriums selbst - heilig und unantastbar.

Die Botschaft ist direkt: Teheran betrachtet sein Atomprogramm als Frage der Souveraenitaet, nicht als Verhandlungsgegenstand. Fuer Trump, der es gewohnt ist, Ultimaten per Twitter zu verteilen, ist dies eine Art Antwort, die er nicht kontrollieren kann.

Die Strasse von Hormus: Das Nervenzentrum der weltweiten Energieversorgung

Bagai hoerte dort nicht auf. Nach der Uranfrage kam eine Warnung bezueglich der Strasse von Hormus - der Arterie, durch die ein gewaltiger Anteil der globalen Energieversorgung fliesst. Iran werde keinerlei Flexibilitaet bei der Umsetzung von Massnahmen zeigen, die es zum Schutz seiner nationalen Interessen fuer notwendig erachtet, wobei Schiffe auf von Teheran bestimmten Routen navigieren.

Was bedeutet das fuer die Welt? Jede Verschaerfung um Hormus trifft direkt die Oel- und Gaspreise - und das spueren auch die Menschen auf dem Balkan, wenn sie zur Tankstelle fahren. Iran zeigt klar, dass es Druckmittel hat, die keine einzige Rakete einschliessen.

Die Diplomatie zwischen Washington und Teheran gleicht zunehmend einem Schachspiel, bei dem beide Spieler sich weigern, nach den Regeln des anderen zu spielen. Die Frage ist, wie lange sich die Welt dieses Patt leisten kann.