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Kiew gibt Moskau die Nacht zurück - Schlag auf die riesige Raffinerie in Rjasan und drei Moskauer Flughäfen geschlossen

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Der 24-Stunden-Zyklus des Schlagabtauschs zwischen Moskau und Kiew ist in eine neue Phase getreten. Nach 21 Toten beim russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew am 14. Mai folgte die ukrainische Antwort in der Nacht darauf - nicht in Form einer politischen Erklärung, sondern in Form von Flammen über Russland.

Hauptziel: die Ölraffinerie in Rjasan, eine der größten des Landes. Eine Kapazität von über 17,1 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. 450 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, und 180 Kilometer südöstlich von Moskau. Anwohner posteten Videos mit mehreren Drohnen am Himmel, bevor sie die Explosionen hörten. Regionalgouverneur Pawel Malkow bestätigte drei Tote, 12 Verletzte, beschädigte Wohngebäude. Das volle Ausmaß des Schadens wird noch ermittelt.

Das war nicht der einzige Schlag. Soziale Medien aus Russland zeigten Bilder von Rauch über der Militärbasis in Jeisk, in der Region Krasnodar. Sergei Sobjanin, der Bürgermeister Moskaus, bestätigte, dass über der Hauptstadt gegen Mitternacht fünf ukrainische Drohnen zerstört wurden - vorübergehend wurden die Flüge der beiden größten Moskauer Flughäfen Domodedowo und Scheremetjewo eingestellt. Explosionen wurden auch auf der Krim registriert - in Jewpatorija und in Saki.

Kiews Strategie ist klar und nicht neu - trefft sie im Geldbeutel. Drohnen zielen systematisch auf russische Öl- und Gasinfrastruktur, um die Einnahmen zu kappen, die dem Kreml für den Krieg zufließen. Allein im April 2026 wurden mindestens 21 Schläge gegen Raffinerien, Gasleitungen und Ölanlagen registriert - der höchste Monatswert der letzten vier Monate.

Für Leser auf dem Balkan gibt es zwei Punkte. Erster: Was geschieht mit den Ölpreisen an den internationalen Märkten, wenn Russlands wichtigste Produktionskapazitäten systematisch brennen? Das Phänomen, das wir 2022 gespürt haben. Zweiter: Signalisiert die Eskalation auf bedeutendere Ziele (größere Raffinerien, weiträumigere Trefferzonen), dass Kiew sich entschieden hat, den Konflikt fortzusetzen statt zu beenden? Die Frage ist rhetorisch, die Antwort liegt im Rauch.