Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Gemeinde Kočani verschickte spät gestern Abend eine Mitteilung, die für jeden mazedonischen Sommer vertraut klingt - der Verbrauch von Trinkwasser hat sich mehr als verdoppelt, und nun werden Beschränkungen erwogen. Betroffen sind die Ortschaften Orizari, Grdovci, Gornji und Donji Podlog, Trkanje und Mojanci.
Der enorme Sprung beim Verbrauch ist kein Rätsel - bei Hitze verbrauchen die Menschen mehr Wasser, bewässern, füllen Pools. Doch das Problem liegt nicht in den Gewohnheiten der Bürger, sondern in einem System, das einen Sommerhöhepunkt nicht aushält, der sich jedes Jahr wiederholt. Wenn etwas jeden Sommer passiert, ist es kein Notfall mehr, sondern schlechte Planung.
Beschränkungen sind die klassische Antwort - statt das Netz auszubauen oder zu modernisieren, sagt man den Bürgern, sie sollen weniger verbrauchen. Das ist einfacher und billiger als eine Investition, löst aber langfristig nichts. Der nächste Sommer wird wohl dieselbe Mitteilung bringen, mit denselben Ortschaften und derselben Androhung von Beschränkungen.
Die Frage an die Kommune ist einfach: Wenn der Verbrauch an heißen Tagen vorhersehbar verdoppelt, warum ist das System nicht darauf vorbereitet? Wasser versiegt nicht über Nacht - es versiegt, weil jahrelang niemand genug investiert hat, damit es nicht versiegt. Und die Bürger werden erneut die Rechnung zahlen, diesmal in halbleeren Wasserhähnen.
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