Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Seit dem 1. Juli ist Kumanovo zurück beim Alten - der kostenlose Stadtverkehr ist vorbei, Tickets werden wieder bezahlt. Der Gemeinderat beschloss, die rund dreieinhalb Jahre laufende Subvention zu streichen, die noch auf dem Höhepunkt der Energiekrise eingeführt worden war. Die Einwohner von Kumanovo zahlen jetzt nach Zonen: 30 Denar für die erste Zone, dann aufwärts - 40, 60, 80, 100, bis zu 120 Denar für die sechste Zone.
Die Gemeinde begründete die Subvention mit Dingen, die auf dem Papier gut klingen: geringere Kosten für die Haushalte, ein Anreiz, öffentliche Verkehrsmittel statt des Autos zu nutzen, weniger Stau und sauberere Luft. Und dreieinhalb Jahre lang war es eine der wenigen städtischen Maßnahmen, die direkt in die Taschen der einfachen Leute floss.
Doch schon während sie lief, war die Geschichte nicht einstimmig. Die einen wollten sie für immer, andere sagten, das Gratis-Angebot hätte gezielt sein müssen - für Schüler, Studenten und sozial Schwache, nicht für jeden. Es gab auch Kritik, dass die Busse morgens überfüllt waren und dass jene auf den kürzeren Strecken am meisten profitierten. Ein klassisches Balkan-Dilemma: Wenn etwas für alle gratis ist, ist das gerecht, oder ist es nur billiger, es zu streichen, als es richtig zu regeln?
Jetzt, wo der Fahrgast die Rechnung wieder zahlt, bleibt die Frage an die Gemeinde offen. Wenn die Gründe für die Subvention - weniger Autos, sauberere Luft, ein leichteres Familienbudget - vor dreieinhalb Jahren gültig waren, was hat sich heute geändert außer, dass das Geld aufgebraucht ist? Streichen ist der einfachste Schritt. Der schwerere, der Arbeit verlangt, wäre, ein Modell zu finden, bei dem der Verkehr für jene bezahlbar bleibt, die ihn wirklich brauchen.
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