Нови клупи и обновени летниковци во паркот „Македонија“: ќе преживеат ли една зима без да бидат уништени
13.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Jahrelang gab es einen unausgesprochenen Pakt zwischen dem Kreml und den Bewohnern Moskaus: Ihr lebt normal, und der Krieg ist irgendwo weit weg, auf fremdem Gebiet. Dieser Pakt zerfällt nun - denn ukrainische Drohnen erreichen immer häufiger russische Städte und tragen den Konflikt dorthin, wo er bisher nicht war.
Am 17. Mai griffen über 500 Drohnen das Moskauer Gebiet an; mindestens drei Menschen starben. St. Petersburg wurde Stunden vor einem Wirtschaftsforum im Kreml getroffen, und den Bewohnern wurde gesagt, sie sollten zu Hause bleiben. In Chimki, nur 18 Kilometer vom Moskauer Zentrum entfernt, wurde ein Wohnhaus beschädigt. Der Krieg, mit anderen Worten, klopft bereits an die Balkone.
Jelena Wladimirowna, eine 56-jährige Mutter aus dem Moskauer Gebiet, erzählt, wie ihre Wohnung nach einem Drohneneinschlag Feuer fing - und drückt Dankbarkeit aus, dass sie überlebte. Ihr Nachbar Maxim beschreibt den neuen Alltag mit einem bitteren Satz: „Jetzt habe ich zwei Handys, Sie wissen, was ich meine" - eine Anspielung auf die staatliche Überwachung, die mit der Angst zusammen wächst.
Die Sozialanthropologin Aleksandra Archipowa beschreibt den Zerfall jenes alten, stillen Pakts: „Für euch gibt es keinen Krieg", lautete die Botschaft, die der Kreml den Moskauern jahrelang sandte. Nun gilt diese Botschaft nicht mehr. Und die Zahlen zeigen etwas Tieferes: Laut dem Lewada-Zentrum unterstützten im April 62 Prozent Friedensverhandlungen, gegenüber 27 Prozent für die Fortsetzung der Militäroperation.
Der Balkan kennt diese Dynamik auswendig - Krieg ist eine Abstraktion, bis er den eigenen Hof erreicht. Wenn Raketen auf fremdes Land fallen, ist es leicht zu schweigen; wenn das Nachbarhaus brennt, hat plötzlich jeder eine Meinung. Die Frage, die sich Russland nun leise stellt, ist dieselbe, die viele Völker auf die harte Tour gelernt haben: Wie lange kann ein Staat einen Krieg führen, den sein eigenes Volk auf der eigenen Haut zu spüren beginnt?
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