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Magyar gewinnt, Orban ignoriert ihn: Neues Ungarn beginnt mit wütendem Abgang aus dem Palast

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Peter Magyar gewann die Wahlen am Sonntag, und bis Dienstag fordert er bereits den Rücktritt des Präsidenten und ignoriert Orban. Der Tisza-Parteichef verliert keine Zeit - buchstäblich.

Nach dem Treffen mit Präsident Tamas Sulyok im Sandor-Palast zur Regierungsbildung stürmte Magyar wütend hinaus und postete auf Facebook: "Tamas Sulyok muss sofort nach Bildung der neuen Regierung sein Amt niederlegen." Er nannte ihn unwürdig, die nationale Einheit zu vertreten, und unfähig als Hüter der Verfassungsordnung. Ein Treffen zur Regierungsbildung, das mit einer Rücktrittsforderung endete - das ist ungarische Politik 2026.

Und der Orban-Moment? Magyar entdeckte den alten Premierminister auf dem Nachbarbalkon beim Zeitunglesen, winkte ihm - und Orban ging weiter, als existiere er nicht. Das ganze Land lacht, aber die Botschaft ist klar: Orban erkennt keine Niederlage an.

Im Kossuth-Radio wurde das Interview zum Chaos. Magyar kündigte die Abschaltung von "Propagandamedien" an, ein neues Mediengesetz, Ermittlungen zu Politikervermögen 20 Jahre zurück und Mehrwertsteuersenkungen auf Energie. Der Moderator unterbrach ihn, er unterbrach den Moderator - ein klassischer erster Tag nach dem Sieg.

Magyar will die niedrigsten Energiepreise, Krankenhausentwicklung und ein "neues Ungarn". Mit Selenskyj hat er noch nicht gesprochen - sagt, er sei formal noch nicht Premierminister. Wird er anders sein als Orban, oder als ein weiterer balkanischer - also zentraleuropäischer - Politiker enden, der Veränderungen verspricht und mehr vom Gleichen liefert? Wir werden es bald sehen.