Oberster Gerichtshof: Kamčev hat kein Recht auf 1,5 Millionen Euro im Reket-Fall - Rechtsfälle werden geschlossen, das Geld bleibt im Nebel
02.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Mazedonien ist im Welt-Index der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" um neun Plätze gefallen - vom 36. auf den 45. Platz. In nur zwei Jahren neun Positionen abwärts. Das ist keine Verschiebung in der Tabelle. Es ist ein Zeichen für etwas Strukturelles.
Der Bericht für 2026 enthält auch breitere Zahlen. Zum ersten Mal in 25 Jahren befinden sich mehr als die Hälfte der Staaten der Welt in der Kategorie "schwierig" oder "sehr ernst" für Pressefreiheit. Nur sieben Länder haben eine "gute" Bewertung - und alle liegen in Nordeuropa. Weniger als 1 Prozent der Weltbevölkerung lebt in einem Land mit "guter" Pressefreiheit.
Die Region ist nicht in besserer Position. Serbien liegt auf Platz 104 - um acht Positionen gefallen. Bosnien-Herzegowina liegt auf Platz 90. Kosovo, als einziges, ist um 15 Plätze gestiegen - allerdings von einem sehr niedrigen Ausgangspunkt. Der gesamte Balkan bewegt sich in die falsche Richtung.
Warum? Weil in 110 von 180 Staaten Journalisten gesetzlich kriminalisiert werden. Das wird als der am schnellsten verschlechternde Indikator im Index hervorgehoben. Es legt keinen Filter auf die Meinungsfreiheit. Es macht sie nur illegal.
Die mazedonische Situation in diesem Bericht ist für alle, die täglich mit Medien arbeiten, keine Überraschung. Druck aus der Politik, vermutete Rückzieher gegenüber Redakteuren, projektbezogene Finanzierung, die Inhalte konditioniert, das Verschwinden unabhängiger Redaktionen. All das ist in den letzten fünf Jahren dokumentiert.
Der globale Kontext ist noch härter. In Gaza wurden während des Konflikts mehr als 220 palästinensische Journalisten getötet - "der gefährlichste Ort der Welt für Journalisten", wie der Bericht ihn beschreibt.
Die Frage für den Balkan ist eine: kehrt die Pressefreiheit zurück, wenn die Parteien wechseln, oder stecken wir in einer tiefen Strukturkrise? Das 25-jährige Tief kommt nicht von einer Regierung. Es kommt von einer Arbeitsweise, die niemand ändern will.
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