Der Vodno-Turm ist seit Januar fertig, öffnet aber erst im Juni: Wenn Verspätung zur Norm wird, hören wir auf, sie zu zählen
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12.04.2026
Während die ganze Industrie rennt, um künstliche Intelligenz in jedes Suchfeld zu stopfen, geschieht etwas Gegenteiliges und weit Interessanteres: Millionen Menschen suchen einen Weg, sie abzuschalten. Die Suchmaschine DuckDuckGo hat gerade Add-ons für Chrome und Firefox veröffentlicht, die ihre Version ohne KI zum Standard machen - keine generierten Antworten, keine Chatfenster, keine künstlichen Bilder in den Ergebnissen. Und die Nutzer strömen dorthin.
Die Zahlen sprechen für sich. Die Besuche der Seite ohne KI stiegen in einer Woche um etwa 30 Prozent, die Installationen in den USA um über 18 Prozent, und am 28. Mai verdreifachte sich der Verkehr zu dieser Seite. Im Schnitt liegen die Besuche etwa 84 Prozent über dem Üblichen - und sie sinken nicht, was bedeutet, dass es keine vorübergehende Welle ist, sondern eine Gewohnheitsänderung.
Woher kam das? Von Google. Als der Tech-Gigant im Mai die Suche so umgestaltete, dass KI-Zusammenfassungen die klassischen Links in den Hintergrund drängten, begriffen viele, dass sie nicht mehr suchen - ihnen wird eine fertige Antwort serviert, ohne Möglichkeit, selbst zu beurteilen, woher sie kommt. Und eine fertige Antwort ohne Quelle ist genau das, was ein kluger Nutzer nicht glaubt.
Die Ironie ist, dass DuckDuckGo keine „Anti-KI"-Firma ist - sie hat einen eigenen Chatbot und Abonnements mit fortgeschrittenen Modellen. Der Punkt ist nicht, dass künstliche Intelligenz schlecht ist, sondern dass jemand entschied, sie solle verpflichtend sein, ohne zu fragen. Und wenn dir etwas als einzige Option aufgezwungen wird, lohnt es sich immer zu fragen, wem es nützt, dass es so ist.
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