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Montenegro tritt in die letzte Phase des EU-Beitritts ein: Mitgliedschaft 2028 angestrebt

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Die Botschafter der EU-Mitgliedsstaaten haben beschlossen, eine eigene Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung des Beitrittsvertrags mit Montenegro zu bilden. Erstmals in der Geschichte der EU-Erweiterung wird der Vertrag zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen demokratischen Rückschritt und Rechtsstaatlichkeitsmängel enthalten. Ziel: Mitgliedschaft im Jahr 2028.

Montenegros Ministerin für europäische Angelegenheiten, Majda Gorčević, nannte es "die letzte Runde eines vierzehnjährigen Marathons." Das Land verhandelt seit 2010 - 16 Jahre. Von 33 Kapiteln sind 14 vorläufig geschlossen; die restlichen müssen in den nächsten Monaten finalisiert werden.

Für die Region ist das ein wichtiges Signal: EU-Mitgliedschaft des Westbalkans noch vor Ende des Jahrzehnts ist keine Fantasie. Das ist nicht nur ein diplomatischer Erfolg für Podgorica - es ist Beweis, dass der Weg real ist, nicht nur deklaratorisch.

Nordmazedonien verfolgt den Prozess mit einer Mischung aus Hoffnung und Bitterkeit. Wir haben das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen früher unterzeichnet als Montenegro - aber politische Blockaden und verzögerte Reformen haben Jahre verschluckt. Wurde die Lektion gelernt?