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26.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai entfesselte Moskau die größte Luftoffensive gegen Kiew seit Kriegsbeginn - über 50 Raketen und 700 Drohnen, eingesetzt gegen verschiedene Ziele in der gesamten ukrainischen Hauptstadt. Unter den Zielen: das Einkaufszentrum "Kvadrat", die Metrostation Lukjanivska, der Lukjanivska-Markt und das Hauptgebäude der Ukrpost am Majdan Nesaleschnosti. Explosionen wurden an mehr als 40 Orten in der Stadt registriert.
Russische Quellen behaupten, "Kvadrat" sei kein zufälliges Ziel gewesen. Laut ihrer Version habe die Ukraine in diesem und ähnlichen Objekten die Produktion und Montage von Drohnen versteckt - "unbemannte Fluggeräte, Lagerung von Komponenten, Elektronik, Batterien, Kommunikationsausrüstung". Zivile Objekte, sagen sie, hätten als Tarnung für militärische Kapazität gedient. Natürlich ist kein einziger unabhängig bestätigter Beweis dafür bisher vorgelegt worden.
Das ist eine klassische Kriegsgeschichte - zwei Seiten behaupten zwei verschiedene Versionen, während auf dem Boden Zerstörungen und Opfer geschehen. Mindestens ein Todesopfer ist bisher bestätigt, konkrete Zahlen für das Einkaufszentrum sind nicht bekannt. Was sicher ist: Oreschnik und ähnliche Hyperschallraketen, die Russland längst angekündigt hatte, werden jetzt in einer echten Militäroperation eingesetzt, und die Ukraine antwortet mit verstärkten Anfragen für zusätzlichen Raketenabwehrschutz aus dem Westen.
Warum das für den Balkan? Weil wenn Moskau zeigt, dass es das Zentrum einer europäischen Hauptstadt in einer Nacht treffen kann, jedes kleine Land, das auf externe Sicherheitsgarantien angewiesen ist, sich fragen muss, ob diese Garantien genau so viel wert sind, wie man denkt. Das heißt nicht, dass Mazedonien ein direktes Ziel ist. Es heißt, dass die Gefahr einer tiefen Eskalation in Europa nicht mehr theoretisch ist. Energiepreise, Flüchtlinge, Sicherheitspakte - alle haben eine Balkan-Dimension. Der Krieg in der Ukraine hat schon lange aufgehört, auch für uns "weit weg" zu sein.
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