Die Grube in Kapistec wird zugeschüttet - vier Firmen, eine Baustelle, eine systemische Verantwortungslosigkeit
29.05.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Gegen 21 Uhr Ostküstenzeit am 28. Mai explodierte die Megarakete New Glenn von Blue Origin auf dem Startkomplex 36 in Cape Canaveral, Florida, während eines statischen Tests mit voller Treibstoffladung (kein Start, nur Zündung der Triebwerke am Boden). Niemand kam zu Schaden. Das Programm - am Boden.
Das Unternehmen erklärte kurz, „alle Mitarbeiter wurden gefunden". Jeff Bezos meldete sich persönlich: „Es ist viel zu früh, die Ursache zu kennen, aber wir arbeiten bereits daran. Ein sehr harter Tag, aber wir bauen es wieder auf." Aus der NASA kündigte Administrator Jared Isaacman die Zusammenarbeit mit Partnern für eine gründliche Untersuchung an. Auch Elon Musk meldete sich mit einem jener Sätze, die zugleich Beileid und Mahnung sind: „Sehr bedauerlich. Raketen sind hart. Ich hoffe, sie erholen sich schnell."
Der Preis dieses Misserfolgs ist mehr als eine Rakete. Zwölf Starts sind für 2026 geplant, mit 24 vertraglich vereinbarten Starts für das Satellitennetz Amazon Leo. Diese werden sich verschieben, oder Bezos muss sie an einen anderen Träger abgeben - höchstwahrscheinlich an SpaceX. Dieselbe Verschiebung droht den Missionen für das Mondprogramm Artemis der NASA und den nationalen Sicherheitsverträgen des Pentagon.
Der Wettlauf zwischen Blue Origin und SpaceX entschied sich in den letzten Tagen über eine bestimmte Zahl von Starts. Heute entschied er sich über eine einzige Explosion. Musk kann sich Diplomatie leisten - er muss nicht angreifen, es genügt, zu warten. Für Bezos ist das eine Geschichte mit klarem Fazit: Geld fehlt nicht, Zeit fehlt. Und die Zeit arbeitet jetzt gegen ihn.
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