Ein ausländischer Botschafter schockiert von Strugas Deponie: 30 Meter Müll am Ohridsee
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23.04.2026
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12.04.2026
Eine Woche nachdem Anthropic einen Börsengang beantragt hatte, machte OpenAI denselben Schritt - vertraulich, über einen Blogeintrag. Das Unternehmen hinter ChatGPT, zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet, reichte einen Entwurf bei der US-Börsenaufsicht ein. Das Rennen zwischen den zwei größten Namen der künstlichen Intelligenz (KI) zieht nun von den Modellen an die Wall Street.
„Vertrauliche Einreichung" klingt mysteriös, ist aber einfach: Das Unternehmen beginnt die Vorbereitungen, ohne Finanzen und Risiken öffentlich zu machen, und lässt den Aktienpreis für später offen. OpenAI selbst räumt ein, dies sei „ein komplexes Bündel von Kompromissen" und der Schritt gebe ihm die Option, schneller an die Börse zu gehen, falls sich das als das Beste erweist. Übersetzung: Wir halten uns eine Tür offen, versprechen aber kein Datum.
Hinter den philosophischen Erklärungen, wie „KI der ganzen Menschheit nützen soll", stehen brutalere Zahlen. OpenAI blieb zuletzt bei neuen Nutzern und Umsätzen hinter den Erwartungen, und Finanzchefin Sarah Friar äußerte offen Sorge über die enormen Kosten für Rechenzentren. Im März sammelte das Unternehmen 122 Milliarden Dollar - die größte Finanzierungsrunde der Geschichte des Silicon Valley - doch die Prognosen sagen, dass es selbst 2028 mehr ausgeben als verdienen wird, mit einem Verlust von rund 85 Milliarden Dollar in jenem Jahr.
Der Vergleich mit dem Rivalen schmerzt. Anthropic sprang am Sekundärmarkt auf eine Billion Dollar und überholte OpenAI. Laut David Shapiro, Gründer von OpenVC, erreichte das diesjährige Wachstum von Anthropic 123 Prozent, gegenüber nur 11,3 Prozent bei OpenAI. Die Investoren behandeln dennoch beide als „doppelte Gewinner" im Rennen der großen Sprachmodelle - was eine nette Art ist zu sagen, dass niemand den nächsten Giganten verpassen will.
Und es gibt einen dritten Spieler in der Reihe: SpaceX, das voraussichtlich bei 1,75 Billionen Dollar debütiert. Drei Tech-Giganten gehen binnen weniger Monate an die Börse - eine Konzentration, wie man sie seit dem Dotcom-Boom nicht gesehen hat. Und hier ist die Falle: Wer zuerst geht, fängt zuerst das immer teurere KI-Kapital ab, während der, der wartet, riskiert, fremde Preise zu erben.
Hinter der Euphorie hängen auch Schatten, die die Investoren werden betrachten müssen - Klagen, in denen behauptet wird, der Chatbot habe Kindern geschadet, ungelöste Führungsfragen seit dem Tag, an dem der Vorstand Sam Altman absetzte und sofort wieder einsetzte. Wenn der Wert eines Unternehmens ganze Volkswirtschaften übersteigt, ist die Frage nicht, ob es an die Börse geht, sondern wer übrig bleibt, um zu zahlen, wenn die Musik aufhört.
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