Skip to content

OpenAI richtet Codex auf Mitarbeiter aus, die keinen Code schreiben - und wächst dort dreimal so schnell

1 Min. Lesezeit
Teilen
OpenAI richtet Codex auf Mitarbeiter aus, die keinen Code schreiben - und wächst dort dreimal so schnell

OpenAI will nicht mehr, dass Codex nur ein Werkzeug für Programmierer ist. Das Unternehmen hat sechs neue Erweiterungen veröffentlicht, die sich an Mitarbeiter ohne Bezug zum Programmieren richten - Datenanalyse, kreative Produktion, Vertrieb, Produktdesign, Aktienanlage und Investmentbanking. Die Idee ist klar: Wenn das Werkzeug den Spezialisten imitieren kann, warum den Spezialisten bezahlen.

Hinter dem Schritt stehen Zahlen, die erklären, warum das Unternehmen es eilig hat. Einem internen Bericht zufolge hat Codex nun über 5 Millionen wöchentlich aktive Nutzer - sechsmal so viele wie beim Start der Desktop-App im Februar. Programmierer sind noch immer die größte Gruppe, doch Mitarbeiter außerhalb der IT machen bereits rund 20 Prozent aus und wachsen dreimal so schnell wie die Programmierer. Mit anderen Worten: Das Wachstum kommt nicht mehr von denen, für die das Werkzeug ursprünglich gebaut wurde.

Neben den Erweiterungen kamen auch neue Funktionen: eine, die es Codex erlaubt, das Ergebnis als interaktive Webseite auszugeben (über Partnerschaften mit Wix, Replit, Figma und anderen), und eine zweite, die es dem Nutzer ermöglicht, einen bestimmten Teil des Dokuments für einen gezielten Befehl zu markieren. All das knüpft an die Unternehmensstrategie an, in deren Rahmen die kürzlich gegründete OpenAI Deployment Company über 4 Milliarden Dollar von globalen Investoren einsammelte.

„Künstliche Intelligenz wird fähig, immer bedeutendere Arbeit in Organisationen zu leisten. Die Herausforderung besteht nun darin, Unternehmen zu helfen, diese Systeme zu integrieren", sagte Denise Dresser, Umsatzchefin von OpenAI. Übersetzt aus dem Unternehmenssprech: Das Werkzeug ist bereit, es bleibt den Arbeitgebern überlassen herauszufinden, für welche Arbeit sie keinen Menschen mehr brauchen. Und das ist genau der Teil, über den die Produktivitätsrechnung selten laut spricht.