Skip to content

Orange ist keine schwierige Farbe, sondern eine laute: Eine Farbstylistin erklärt, wo am Körper man sie trägt

1 Min. Lesezeit
Teilen
Orange ist keine schwierige Farbe, sondern eine laute: Eine Farbstylistin erklärt, wo am Körper man sie trägt

Orange ist im Sommer überall - Mango, Mandarinensorbet, ein Aperol Spritz, der bei Sonnenuntergang am besten aussieht. Und in der Garderobe ist sie fast nirgends. Das ist kein Zufall, sondern ein Ruf: Sie gilt als schwierige Farbe und bleibt deshalb am Rand.

In dieser Saison holten Häuser wie Valentino und Ermanno Scervino sie vollständig zurück, und die Farbstylistin Lledó Vicenti sagt, das Problem sei nie die Farbe gewesen. „Sie wird oft als schwierige Farbe empfunden, weil sie große visuelle Kraft hat”, sagt sie. Anders gesagt: Sie ist nicht unstimmig, sie ist laut. Und Lautes verlangt eine Entscheidung.

Ihr Rat ist konkreter als übliche Modeempfehlungen. Hat die Haut einen kühlen Unterton, trage Orange nicht nah am Gesicht. Setze sie in die Hose, in den Rock, in die Tasche, in die Schuhe. Oder in einen Print, in dem Orange gemeinsam mit passenden Tönen auftaucht - so ist die Farbe da, aber nicht das Erste, was man sieht.

Ist der Unterton warm, gibt es keine Einschränkung. Vicenti sagt, solche Haut trage Orange „selbst in ihrer frechsten Form” - inklusive Lidschatten, Rouge und Lippenstift.

Interessant an dieser Saison ist nicht der Farbton selbst, sondern die Bandbreite. Pfirsich, Koralle, Terrakotta und knalliges Orange tauchen gleichermaßen an Alltagsteilen, an Bürokleidung und bei formellen Anlässen auf. Keine Kleidungskategorie ist ausgeschlossen.

Vicentis Fazit ist kurz: „Es gibt keine Grenzen in ihrer Verwendung.” Die Frage war also nie, ob Orange dir steht. Die Frage ist, wo am Körper du sie platzierst - und das ist eine Entscheidung, deren Prüfung vor dem Spiegel keinen Cent kostet.