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296 Baugenehmigungen in einem Monat: 103,5 Millionen Euro nach einem Plan, dessen Frist abgelaufen ist

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296 Baugenehmigungen in einem Monat: 103,5 Millionen Euro nach einem Plan, dessen Frist abgelaufen ist

Im Juni wurden 296 Baugenehmigungen erteilt - 39 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Der geplante Wert der Bauten beträgt 6.363.610 Tausend Denar, also rund 103,5 Millionen Euro, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vorgesehen sind 754 Wohnungen mit 64.266 Quadratmetern Nutzfläche.

Die Zahlen stammen vom Staatlichen Statistikamt und wirken auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht. Der Bau läuft, die Investitionen wachsen, der Wohnungsbestand nimmt zu. Eine lebendige Stadt braucht neue Wohnungen, Gewerbeflächen und Infrastruktur - das bestreitet niemand.

Das Problem: Bauen und Stadtplanung sind nicht dasselbe.

Wohin das Geld fließt

Von der Gesamtzahl entfallen 200 Genehmigungen (67,6 Prozent) auf den Hochbau, 26 (8,8 Prozent) auf Infrastruktur und 70 (23,6 Prozent) auf Umbauten. Privatpersonen reichten 218 Genehmigungen ein, also 73,6 Prozent, doch ihr Anteil am Investitionswert liegt bei rund 21,5 Prozent. Anders gesagt: Fast vier Fünftel des Geldes kommen von Unternehmen - rund fünf Milliarden Denar.

Der größte Teil des Werts konzentriert sich auf die Region Skopje, rund 3,48 Milliarden Denar. Bei der Zahl der Genehmigungen führt die Region Pelagonien mit 70. Bei den Wohnungen dominieren Zwei- und Dreizimmerwohnungen - 267 und 214.

Was nicht um 39 Prozent wächst

Der Staatliche Rechnungshof stellte fest, dass 22 von 34 Gemeinden den Standard von 25 Quadratmetern Grünfläche pro Einwohner nicht erfüllen. Zwischen 2020 und 2024 hielten 77 Prozent der Verfahren für detaillierte Bebauungspläne die gesetzlichen Fristen nicht ein.

Skopje arbeitet unterdessen nach einem Generalbebauungsplan für den Zeitraum 2012-2022. Der neue, für 2022-2032, wurde bereits 2019 begonnen und ist bis heute nicht verabschiedet. Die Stadt erteilt also monatlich Genehmigungen über 103,5 Millionen Euro nach einem Plan, dessen Frist abgelaufen ist.

Chaos kommt selten als ein großes Projekt, das alle erkennen. Es kommt schrittweise, über einzelne Genehmigungen, die jede für sich ordentlich aussehen und zusammen Viertel ohne Grün, ohne Parkplätze und ohne Verkehrslogik ergeben. Der Unterschied zwischen einer Stadt und einer Baustelle liegt darin, ob sich die Genehmigungen zu einem System summieren oder nur zu einer Zahl. Bisher haben wir nur die Zahl.