Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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23.04.2026
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12.04.2026
Sechzehn Jahre an der Macht, dann - Niederlage. Nicht knapp, nicht umstritten, sondern total. Viktor Orban versteckt sich in seinem ersten Interview nach der Wahlnacht nicht hinter Beratern und "strategischen Fehlern des Teams." Er sagte es direkt: "Ich. Ich bin der Parteivorsitzende."
In einem Gespraech auf dem YouTube-Kanal Patriota beschrieb Orban einen Moment, den kaum ein Politiker oeffentlich zugeben wuerde: "Bei den ersten Wahlbeteiligungsdaten. Die Kampagne von Fidesz beruhte darauf, dass die Wahlbeteiligung normal sein wuerde, aber es zeigte sich, dass dem nicht so war - dass viel mehr Menschen waehlen und der gesamte Anstieg gegen Fidesz geht."
Was hat er gefuehlt? "Schmerz und Leere. Am Sonntag mehr Schmerz, am Montag auch Leere. Seitdem bin ich in Arbeitstherapie - ich versuche, diese Leere zu vertreiben oder zu fuellen." Ungewoehnliche Ehrlichkeit fuer einen Mann, der 16 Jahre mit eiserner Faust regierte.
Was hat er zugegeben und was nicht?
Orban sagte offen, der luxurioese Lebensstil der Parteifunktionaere habe "sicherlich das Ergebnis beeinflusst, und so kann es nicht weitergehen." Zur Korruption - Standard: "Ich habe sie nie zugelassen, das ist eine Straftat." Aber Luxus, das ist eine andere Geschichte. Und Orban weiss das.
Das Kernkraftwerk Paks 2 nannte er als zentrales Versagen: "Es haette viel frueher gebaut werden sollen, dann waere die ungarische Wirtschaft nicht in solchen Problemen." Seltene Selbstkritik fuer ein Projekt, ueber das Budapest mit Moskva verhandelte, waehrend Europa Sanktionen verhoengte.
Orban laesst Gipfel aus, Magyar wartet im Warteraum
Parallel zum Interview kam die Bestaetigung: Orban wird nicht am informellen EU-Gipfel vom 23.-24. April teilnehmen. Europaminister Janos Boka erklaerte, der Grund seien "Pflichten rund um die Machtuebergabe." Orban benannte keinen Vertreter, da es sich, so heisst es, um ein informelles Treffen ohne offizielle Entscheidungen handelt.
Auf der Tagesordnung: die Nahostkrise und der naechste Siebenjahreshaushalt der EU. Ungarn halte laut Boka "seine bereits definierte und unveraenderte Position." Mit anderen Worten: Anwesenheit ist optional, wenn die Position vorab betoniert ist. Wird Peter Magyar den gleichen Luxus haben, Bruessel zu ignorieren? Das ist eine voellig andere Frage.
Orban kuendigte einen Fidesz-Kongress zur Wahl einer neuen Fuehrung bis Anfang Sommer an sowie eine vollstaendige Umstrukturierung der Fraktion. "Diejenigen, die ins Parlament eingezogen sind, sind nicht unbedingt die, die wir fuer das Kommende brauchen," sagte er. Er akzeptiert die Niederlage, aber nicht das Ende. An 2,3 Millionen Waehler richtete er: "Seid stolz, wir wissen, dass wir richtig entschieden haben."
Der Mann, der 16 Jahre nichts verlor, lernt jetzt, oeffentlich zu verlieren. Wird er zurueckkommen? Auf dem Balkan wissen wir: Politiker gehen nie wirklich.
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