Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
25.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Pascua Ortega ist einer der bekanntesten Namen im spanischen Interior Design der letzten drei Jahrzehnte. Jetzt öffnet er zum ersten Mal seine private Residenz im Madrider Barrio de las Letras - dem literarischen Viertel, in dem einst Cervantes und Lope de Vega lebten - und zeigt die Räume, die er seit dem späten 19. Jahrhundert durch eine Reihe von Restaurierungen in eine Verbindung aus persönlichem Atelier und Familienheim verwandelt hat.
„Es war ein altes, halb zerfallenes Gebäude. Ich habe mich sofort verliebt", sagt Ortega über den Moment, als er das Stadtpalais vor über 30 Jahren kaufte. Die Restaurierung dauerte zwei Jahre - und das mit hauseigenem Designteam. „Ich habe nicht gleichzeitig für andere und für mich gearbeitet. Als ich mich entschied, habe ich mich ganz hineingestürzt." Das Ergebnis ist ein Raum, der nicht wie ein Touristenort oder ein Fotostudio wirkt. Er wirkt wie ein bewohntes Zuhause - mit den Kindern der Schwester, die vorbeischauen, mit einer Küche, in der jeden Tag gekocht wird.
Der Hauptraum - der Rote Salon - ist der fotogenste. Baumwoll-Damast an den Wänden, Bibliotheken im Karlos-IV-Stil des 18. Jahrhunderts, Sofas in tiefem Rot-Rosa - nicht im Touristen-Bordell-Rot, sondern im alten spanischen Aristokraten-Rot. Über dem Kamin ein großer Spiegel im vergoldeten Rahmen. Unter dem Fenster Bücher verstreut, als hätte jemand gerade gelesen, nicht als Dekoration.
Der zentrale Innenhof ist eine überraschende Eigenschaft für ein Stadthaus. Es gibt Zitronenbäume und Kamelien, mit einem schmiedeeisernen Gitter, das einen durchlässigen Effekt erzeugt - draußen und drinnen zugleich. Vom Salon blickt man durch Fenster mit Bleiverglasung in den Hof - Originale aus dem 19. Jahrhundert, teilweise restauriert. „Das ist mein Raum zum Nachdenken", sagt Ortega. „Ohne ihn wäre dieser Ort kein Zuhause."
Das Atelier im Erdgeschoss ist in die Residenz integriert - nicht als separate Einheit, sondern als natürliche Verlängerung der Wohnräume. „Mein Atelier ist viel mehr als ein Arbeitsplatz. Es ist ein lebendiger Spiegel meiner kreativen Arbeit", sagt er. Eine interessante Frage für Designer: Wo endet die Arbeit und beginnt das Zuhause? Bei Ortega offensichtlich keine Linie.
Das Haus hat auch ein formales Esszimmer mit zwei Tischen - einer für intime Abendessen, einer für größere Runden - und eine beliebte Bar, an der sich Gäste ganz natürlich sammeln. „Ich habe das Glück, zu einer sehr verbundenen, sehr geliebten Familie zu gehören", fügt Ortega hinzu. Mit den vier Kindern seiner Schwester, die zeitweise dort leben, funktioniert das Stadtpalais nicht wie ein Museum. Das ist sein größter Sieg.
Für junge Designer hat Ortega einen einfachen Rat: „Mir liegt besonders daran, mein Wissen zu teilen, meine Arbeit an die nächste Generation weiterzugeben." Das Haus öffnet sich nun für begrenzte Besuche - nicht als kommerzielle Attraktion, sondern als private Einladung an Design- und Architekturstudierende. Ein leises, getragenes Bewahrungsgefühl für das Erbe - genau das, was andere Designer oft auslassen.
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