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Polizisten flohen waehrend Schuetze in Kiew schoss: Sechs Tote, Polizeichef tritt zurueck

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Zwei Polizisten in Kiew flohen vom Ort eines Massakers und liessen Zivilisten mit einem bewaffneten Angreifer allein. Das Video wurde veroeffentlicht. Der Polizeichef trat zurueck. Sechs Menschen sind tot, 14 verletzt - und diejenigen, die sie schuetzen sollten, rannten in die entgegengesetzte Richtung.

Der Angreifer, ein 58-jaehriger Mann aus Moskau, eroeffnete am vergangenen Samstag im Bezirk Golosijiwskyj in Kiew das Feuer. Er nahm anschliessend Geiseln in einem Supermarkt. Er wurde im Schusswechsel mit der Polizei getoetet - aber erst nachdem zwei Beamte bereits geflohen waren.

Innenminister Igor Klimenko war direkt: "Dienen und schuetzen ist nicht nur ein Slogan. Es muss sich in angemessenem professionellem Verhalten widerspiegeln." Selenskyj nannte die Handlungen der Beamten "Untaetigkeit" und bestaetigte die Einleitung eines Strafverfahrens.

Acht Menschen bleiben im Krankenhaus, ein Erwachsener in kritischem Zustand. Die Waffe war legal registriert - was die Frage aufwirft, wie der Angreifer eine Lizenzerneuerung erhielt.

Die Ukraine fuehrt einen Krieg, in dem Mut an der Front alltaeglich ist. Aber wenn Polizisten vor Zivilisten fliehen, die sie brauchen - ist das ein verheerenderer Schlag fuer das Vertrauen als eine feindliche Rakete. Der Vorfall wird als Terrorakt behandelt, aber die eigentliche Frage ist: Wie viele Zivilisten werden beim naechsten Systemversagen den Preis zahlen?