Skip to content

Trump stellt der EU ein Ultimatum: 4. Juli oder Zölle - der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit als Verhandlungskeule

1 Min. Lesezeit
Teilen

Donald Trump hat der Europäischen Union ein Ultimatum gestellt: Erfüllt eure Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen bis zum 4. Juli 2026, oder bereitet euch auf eine dramatische Erhöhung der Zölle vor. Das Datum ist nicht zufällig gewählt - es ist der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, und Trump will eine politische Bühne, nicht nur eine Handelsentscheidung.

„Ich warte geduldig darauf, dass die EU das historische Handelsabkommen erfüllt, das wir unterzeichnet haben", erklärte Trump. Das Abkommen wurde vor einigen Monaten in Schottland geschlossen und steht seitdem als klassischer Fall bürokratischer Verschleppung da. Brüssel sagt, nicht alles könne nach amerikanischen Prioritäten laufen. Washington sagt, man habe lange genug gewartet, die Geduld sei am Ende. Wer hat Recht? Hängt davon ab, wer die Bedingungen definiert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor Trumps Drohungen mit Autozöllen zurückgewiesen und Washington aufgefordert, das bestehende Abkommen zu respektieren. Jetzt steht sie in einer Position, in der weder Annahme noch Ablehnung des Ultimatums ihr einen Sieg bringt. Gibt sie nach, wird man ihr Schwäche vorwerfen. Lehnt sie ab, zahlt die europäische Wirtschaft den Preis.

Trumps Umfeld behauptet derweil, es gebe Einigkeit zwischen Washington und Brüssel, dass „ein Regime, das seine eigenen Bürger tötet, keine Bombe verwalten darf, die Millionen töten kann" - Anspielung auf das iranische Atomprogramm. Heißt das, der Iran ist auch Teil des Handelsverhandlungspakets? In der neuen amerikanischen Diplomatie ist alles verknüpft: Handel, Sicherheit, Energie.

Für Balkanstaaten sind das Nachrichten mit Folgen. Nordmazedonien, Serbien, Albanien - alle haben Handelsarrangements über die EU-USA-Beziehungen. Wenn die beiden Giganten zusammenstoßen, werden die ehemaligen jugoslawischen Republiken gezwungen, sich zu positionieren - oder versteckte Zölle zu schlucken. Länder, die noch EU-Beitritt oder US-Investitionen suchen, erleben diese Konflikte als Seitenschläge. Der 4. Juli 2026 ist nahe. Ob der Balkan die Krise für strategische Positionierung nutzt oder abwartet, was nach dem Wirbel übrigbleibt - das hängt davon ab, ob die Politiker der Region nach vorne lesen können.