Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
17.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Nach Jahren, in denen jede Nachricht über den Prespasee eine Nachricht über das Verschwinden war, kommt endlich eine andere Schlagzeile: Das Wasser ist gestiegen. Der Pegel kletterte auf etwa 841,98 Meter über dem Meeresspiegel - ein Sprung von über anderthalb Metern in sechs Monaten, die erste echte Wende nach Jahrzehnten des Rückgangs.
Die Zahlen geben sowohl Hoffnung als auch Mahnung. Seit Dezember letzten Jahres ist der Pegel um 111 Zentimeter gestiegen, laut einigen kommunalen Messungen sogar um bis zu 160 Zentimeter. Dennoch fehlen dem See bis zur sogenannten „Null" - dem Referenzpegel von 847,6 Metern - noch über 5,6 Meter. Mit anderen Worten: Ein gutes verregnetes Halbjahr macht den Schaden von Jahrzehnten nicht wett.
Der Kontext ist hart. Laut Daten der Messstation der Mazedonischen Ökologischen Gesellschaft in Nakolec erreichte der See 1963 sein historisches Maximum von etwa 852 Metern. Bis in die neunziger Jahre fiel er um acht Meter, auf 844, und sank dann weiter. In 60 Jahren verlor der See rund 60 Prozent seines Volumens - eine Zahl, die sagt, dass dies keine saisonale Schwankung, sondern eine langanhaltende Krise ist.
Die Gründe für die Wende sind heftige Frühjahrsniederschläge und ein erhöhter Zufluss aus Flüssen und unterirdischen Quellen - zum ersten Mal seit langem übersteigt das einströmende Wasser das, was verloren geht. Doch Experten warnen, dass die Lage instabil bleibt. Der Klimawandel bringt häufigere Dürren und weniger Schnee, und die Übernutzung von Wasser zur Bewässerung hört nicht auf.
Der Bürgermeister von Resen kündigt Kläranlagen und Projekte zur Flussbewirtschaftung an. Das ist gut - doch ein See wird nicht durch einen verregneten Sommer oder eine Pressemitteilung gerettet. Die Frage ist, ob der Staat, zusammen mit den Nachbarn, die das Becken teilen, in der Fürsorge durchhält, auch wenn die Schlagzeilen aufhören, dramatisch zu sein. Denn Wasser, das um einen Meter gestiegen ist, fällt ebenso leicht wieder.
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