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König Felipe in Kanada - ein Staatsbesuch mit Wirtschaftsagenda und sentimentaler Rückkehr zur Schule, in der er 1984 lebte

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König Felipe VI. landete gestern am internationalen Flughafen "Macdonald-Cartier" in Ottawa und begann damit seinen ersten Besuch in Kanada als Monarch. Ein dreitägiger Besuch mit wirtschaftlicher, handelspolitischer und kultureller Agenda - und einer persönlichen Note, die in der Diplomatie selten ist.

Empfangen wurde er von Verkehrsminister Steve McKinnon, dem spanischen Botschafter Alfredo Martínez Serrano, dem kanadischen Protokollchef Sébastien Carrier und dem kanadischen Botschafter in Spanien Jeffrey Marder. Nach einer kurzen Begrüßung ging es weiter zu Rideau Hall, der Residenz des kanadischen Generalgouverneurs - ein Treffen mit Mary Simon und ein Abendessen zu seinen Ehren.

Heute (Tag zwei) ist der König in Toronto. Ein Wirtschaftsforum, ein Arbeitsessen mit Unternehmen und eine Universitätsveranstaltung, bei der er den internationalen Poesiepreis "Joan Margarit" an Margaret Atwood verleihen wird - eine der bekanntesten kanadischen Schriftstellerinnen, oft für den Nobelpreis genannt.

Aber der emotionalste Moment kommt morgen. Felipe kehrt zur Lakefield College School in Ontario zurück, wo er zwischen 1984 und 1985 als Internatsschüler lebte. Damals war er als "Flip" bekannt - der Codename des 16-jährigen Prinzen, den sein Vater für ein Jahr nach Kanada geschickt hatte, fern der spanischen Medien. Jetzt, genau 40 Jahre später, kehrt er zur selben Schule zum Jahrgangstreffen seiner Klasse zurück.

Diplomatie und Sentiment im selben Paket - eine kleine Lektion, wie Staatsbesuche gemacht werden, wenn die Außenbeziehungen praktisch fertig sind, aber etwas Symbolisches sie näherbringen soll. Auf dem Balkan taucht solches Sentiment in der Diplomatie nur in Nachrufen auf. Die Spanier wissen, das Offizielle mit etwas mehr Geschmack zu machen.