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Puls: Staatsanwaltschaft mit 83 Beweispunkten gegen neun Polizisten, wie ein nicht genehmigter Betrieb jahrelang lief

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Puls: Staatsanwaltschaft mit 83 Beweispunkten gegen neun Polizisten, wie ein nicht genehmigter Betrieb jahrelang lief

Mehr als ein Jahr nach dem Brand im Klub „Puls" in Kochani, bei dem rund sechzig junge Menschen ums Leben kamen, prüft das Gericht endlich die Beweise gegen jene, die ihn hätten verhindern sollen. Die Staatsanwaltschaft legte eine Liste von 83 Beweispunkten gegen neun angeklagte Polizisten vor.

Laut Anklage ermöglichten sie durch Missbrauch ihrer Amtsstellung und Befugnisse, dass der Klub „Puls" eine Betriebsgenehmigung erhielt, obwohl er die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllte. Im Prozess wurden Polizeiprotokolle von Inspektionen des Lokals als Beweise eingebracht - Dokumente über durchgeführte Kontrollen, festgestellte Verstöße gegen die öffentliche Ordnung sowie in der Umgebung registrierte Minderjährige.

Den neun Angeklagten - Dimche Avramov, Jane Trajchev, Aleksandar Atanasov, Vlatko Iliev, Aleksandar Temelkov, Goce Ristov, Bobi Gidiovski, Vlatko Naumov und Goce Ivanov - wird Amtsmissbrauch zur Last gelegt. Dies ist einer von drei Prozessen im Zusammenhang mit der Tragödie, und die Verteidigung behauptet, ein Teil der Beweise habe nichts mit der Anklage zu tun.

Der Kern dieses Falls liegt nicht in der Zahl der Beweispunkte, sondern in der Frage, die ein ganzes Land verfolgt: Wie konnte ein nicht genehmigter Betrieb jahrelang laufen, trotz Inspektionen, Protokollen und Kontrollen? Wenn ein System, das auf dem Papier existierte, vor Ort nicht funktionierte, darf die Verantwortung nicht auf der untersten Stufe enden. Die Familien, die ihre Angehörigen verloren, warten darauf zu sehen, ob die Gerechtigkeit alle erreicht, die unterschrieben und weggeschaut haben - oder nur einige wenige.