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Russland zieht sich aus Nordmali zurück: Kidal fällt, Tessalit auch - Afrikanisches Korps geht

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Russland betrat Mali mit dem Versprechen, die nördlichen Regionen zu stabilisieren und die Separatisten zu besiegen. Heute haben sich russische Afrikanische Korps-Kräfte aus Kidal zurückgezogen - der strategischen Stadt, die von Tausenden FLA- und JNIM-Kämpfern eingekreist war. Nach 24 Stunden Kämpfen und einer Einigung mit den Einkreisungskräften verließen russische Einheiten die Stadt ohne Hindernisse. Der Rückzug erstreckte sich auch auf Tessalit.

Das bedeutet, dass Nordmali und der Nordosten - weite Teile der Sahara - praktisch ohne Kontrolle der Zentralregierung in Bamako bleiben. Die Separatisten der Azawad-Befreiungsfront haben nun freie Hand in der Region, wo Russland der Garant der Ordnung sein sollte. Dies geschieht einige Jahre nachdem Mali französische und UN-Friedenstruppen ausgewiesen und die russischen Wagner-Kämpfer durch das Afrikanische Korps ersetzt hatte.

Ist das ein taktischer Rückzug oder der Beginn einer größeren Veränderung? Moskaus offizielle Position ist nicht bekannt, aber das Muster ist sichtbar: Russland hat seine Positionen in Kidal aufgegeben, nachdem die Situation schwer aufrechtzuerhalten war. Es ist nicht das erste Mal in Afrika, dass eine Großmacht Sicherheit versprach und dann ging, als der Preis zu hoch wurde.